Ein Festakt in der Zentrale der Erste Group in Wien wurde am Freitagvormittag abrupt durch einen Feuer-Fehlalarm beendet. Eine Konfettikanone hat die automatische Sprinkleranlage ausgelöst, kalte Wasserschauer ergossen sich über Ehrengäste und Journalisten.

Die Bank hat am heutigen vorgezogenen Weltspartag ihren "Financial Life Park" am Erste-Campus in Wien eröffnet. Nach kurzen Ansprachen von Finanzminister Hans Jörg Schelling und Erste-Konzernchef Andreas Treichl machte sich Schelling dran, im Foyer vor dem interaktiven Finanzschulungszentrum für Kinder und Jugendliche das berühmte Band durchzuschneiden.

Konfettis und Wasser

Ein musikalischer Tusch, ein Knall: Und neben bunten Konfettis regnete es kaltes Löschwasser von oben. Die Teilnehmer an der Feierstunde hatten nur mehr damit zu tun, sich selbst samt Laptops, Handys, Unterlagen, Taschen und Jacken ins Trockene zu bringen.

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Schelling nahms mit Humor. Als die Tonanlage nach ein paar Schreckminuten wieder angeworfen wurde, meinte er nur, der Financial Life Park sei jetzt eröffnet und getauft.

Die Sprinkleranlage begoss den Festakts-Trakt etwa eine Viertelstunde lang mit Löschwasser, für die eingetroffenen Feuerwehren gab es glücklicherweise wenig zu tun.

Finanzbildung für Junge

Anlass des Festaktes war übrigens nicht nur der Weltspartag. Die Erste Bank hat auch neues Finanzbildungszentrum für junge Menschen eingeweiht. Mit der Finanzkrise hätten die Banken viel aus ihren Fehlern gelernt, sagte Konzernchef Andreas Treich. Eines der Erkenntnisse: Die Finanzausbildung an österreichischen Schulen sei "eine Katastrophe", befand der Banker. Die Kombination Geografie und Wirtschaftskunde ist für Treichl eine Beleidigung fürs Finanzwesen. Man habe ja auch nicht "Leibesübungen und Atomphysik" als Schulfach.

Der Banker hofft, dass sich die Bildungspolitik des Themas Finanzwissen ernster annehmen wird. Schon vor der offiziellen Eröffnung sei der neue "Financial Life Park" (FLiP) am Erste-Campus voll mit Schulklassen gewesen. "Die Kinder sind mit vollem Herzen dabei", so Treichl. Etliche Lehrer leider nicht.

Die Erste nennt ihren interaktiven Finanz-Erlebnispark ein "Kompetenzzentrum zum Thema Finanzbildung". Die jungen Besucher sollten sicherer gemacht werden im Umgang mit Geld. Auch als Prävention gegen Überschuldung.