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Kitsch Award 2009: Preisverleihung im Weizer Kunsthaus
Die Besten in den Kategorien Designkitsch, Kunstkitsch, Lieblingskitsch, Homevideo-Kitsch und Public Kitsch wurden mit dem "Kitsch-Wopertinger" ausgezeichnet.

Foto © Beatrix Somweber-Rath Der erste Preis in der Kategorie "Designkitsch" ging an Beatrix Somweber-Rath mit "beSITZobjekte"
Kitsch war angesagt im Weizer Kunsthaus. Noch bevor man den Festsaal betrat, wurden die teils kitschig gekleideten Teilnehmer und Gäste mit Kitsch in Vitrinen, auf Podesten und Wandbildern konfrontiert und nach dem Festakt wurden bunt verzierte Brötchen und Kitsch-Pizza serviert. Das Grazer Trio "Lady Dingleberry and her mighty miners Orchestra" sorgte für den musikalischen Part mit Musik unter dem Motto "mit dem Fahrstuhl auf Kreuzfahrt".
Auf der Bühne philosophierte dann Dr. Kitsch alias Igor Petkovic ob Kitsch Kunst, oder Kunst fürs Volk oder etwas Elitäres sei. Nicht kitschig, außer in pinkfarbenen Schuhen, führte als Moderatorin Tina Hieden im "kleinen schwarzen" durch den Abend. Kitscharella überreichte die von der Grazer Keramikerin, Selma Etareri, kunstvoll kitschig in verschiedenen Arten gestalteten "Kitsch-Wopertinger" an die Besten in den Kategorien Designkitsch, Kunstkitsch, Lieblingskitsch, Homevideo-Kitsch und Public Kitsch.
Die Preisträger
Designkitsch: 1. Preis für "beSITZobjeke" von Beatrix Somweber-Rath
Kunstkitsch: 1. Preis für ""Adieu, süße Candy" von Michaela Grabner
Lieblingskitsch: 1. Preis für "Kitschige 3D-Sammelkarte" von Gerrit Hauswirth
Homevideo-Kitsch: 1. Preis für "Derheim im steirischen Salzkammergut" von Gasthaus Laserkeks
Public Kitsch (wurde bereits von Internet-Usern gewählt): 1. Preis für "Erinnerung an eine in Rovinj verlorene Liebe" von Andrea Krammer
Preis der Stadt Weiz
Mit dem Preis der Stadt Weiz wurde die kitschigste Auslagengestaltung prämiert. Als Jury fungierte das Saalpublikum, das zwischen "Bikini", "Gummibär" und "Engel" wählen konnte und den aus Kunstrasen gestalteten Almenlandbikini auf einer Schaufensterpuppe mit "Arschgeweih" von Silvia Knaus aus St. Margarethen an der Raab zum Sieger kürte.
Als Preis der Stadt Weiz darf sie eine Einzelaustellung im Weizer Weberhaus gestalten. Wie sehr Kitsch auch die Schuljugend und universitäre Studien beschäftigen, berichteten an diesem Abend die "Kitschforscherin" Renate Buchgraber aus Graz, die für ihre Diplomarbeit über "Kitsch und sein Verhältnis zur Kunst" aus Interviews mit dem Saalpublikum weitere Erkenntnisse schöpfte und auch in der Grazer BHAK Monsberger, wie Gerrit Hauswirth berichtete, wurde das Thema "Kitsch" ein Schulprojekt.
Im Überblick
Diesjährige Jury
- 1. Bernhard Olbrich (Kl. Zeitung)
- 2. Erika Thümmel (Künstlerin/Restauratorin)
- 3. Barbara Sommerer (Künstlerin)
- 4. Marlies Haas (Künstlerin / Kunsterzieherin)
- 5. Richard Kriesche (Künstler)
- 6. Peter Manhal (Künstler)
- 7. Max Aufischer (Künstler)
- 8. Igor Petkovic (Künstler / Organisator)
- 9. Wolfgang Strauß (Architekt / Organisator)
- 10. Walter Ackerl (Künstler / Steinrestaurator)
- 11. Selma Etareri (Künstlerin / Keramikerin)
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