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Die unbekannte Volkskrankheit
Die wenigsten Menschen wissen, was COPD ist. Trotzdem leiden mittlerweile 25 Prozent aller über 40-jährigen Österreicher darunter.

Foto © BegsteigerCOPD-Betroffene klagen über Enge im Brustraum und bekommen nur schwer Luft. Dann muss der Arzt aufgesucht werden!
Hinter den vier Buchstaben COPD steckt der englische Begriff "Chronic Obstructive Pulmonary Disease". Die deutsche Übersetzung ist in diesem Fall ausnahmsweise einfacher und kürzer: chronisch obstruktive Lungenerkrankung.
COPD kann mittlerweile ohne Übertreibung als Volkskrankheit bezeichnet werden: Weltweit dürfte es etwa 44 Millionen COPD-Patienten geben – nahezu 25 Prozent aller Österreicher (und Deutschen) über 40 Jahre leiden an der Erkrankung. Nur knapp zwölf Prozent davon sind erkannt und werden behandelt!
Die Hauptursache für die Entstehung einer COPD ist das Zigarettenrauchen. Zwar können auch Nichtraucher erkranken, aber neun von zehn COPD-Patienten rauchen bzw. haben früher geraucht. Auch andere, länger andauernde Reizungen der Lunge mit Schadstoffen, wie starke Belastungen mit Feinstaub oder gefährlichen Gasen am Arbeitsplatz, können die Krankheit begünstigen. Vom Gesetzgeber unterschätzt wird in Österreich die, durch viele Studien belegte, Gefahr durch intensive Passivrauchbelastung zum Beispiel in der Gastronomie.
Durch die ständige Überflutung der Lunge mit Schadstoffen kommt es zu einer chronischen Entzündung der Atemwege und zu einer dauerhaften Verengung der Bronchien. Betroffene klagen über Enge im Brustraum und haben das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen. Aufgrund der Atemnot kommt es zu einer eingeschränkten Belastbarkeit (selbst kurze Gehstrecken können zur Anstrengung werden), was schon bald zum Abbau von Muskulatur und zur Beeinträchtigung des Herz-Kreislaufsystems führen kann.
Je früher COPD diagnostiziert werden kann, desto besser. Neben der Erhebung der Krankengeschichte und einer körperlichen Untersuchung besteht die Diagnose einer COPD unter anderem aus einer Untersuchung der Lungenfunktion, einem Lungenröntgen, einer Laboruntersuchung und aus einem Allergietest zum Ausschluss einer allergischen Erkrankung.
Therapiert wird eine "Chronic Obstructive Pulmonary Disease" mit inhalierbaren Medikamenten. Bronchodilatoren sind die Basistherapie der COPD, die von Anfang an täglich angewendet werden sollte. Bei sehr schweren COPD-Verläufen wird in Ergänzung auch inhalatives Cortison eingesetzt.
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Mittels Lungenfunktionstest kann COPD vom Arzt rechtzeitig erkannt werden Foto © Begsteiger
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