Punktgenau
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Für die autonome Weiterführung der Leitstelle in Lienz hat keine Rettungsaktion geholfen. Als Lösung dürfte ein Mittelding aus Vernunft und Machbarkeit herauskommen. In der Zeit der globalisierten Technik ist es kein Problem, von Innsbruck aus den Notarztwagen ins Villgraten-, Virgen- oder Defereggental zu schicken. Mit Navigationsgeräten ausgestattet ist der Rettungsfahrer ebenso punktgenau am Ziel - egal ob der Einsatzbefehl in Innsbruck oder Lienz abgesetzt wird. Im Notfall muss niemand auf eine rechtzeitige Erste Hilfe verzichten.
Aber da gibt es noch die zweite Variante, die Osttirol von den anderen acht Bezirken Tirols abhebt: die geografische Nähe zu Kärnten. Da wird es schon etwas schwieriger von der Tiroler Landeshauptstadt aus den Retter mit Blaulicht ins Möll- oder Gailtal zu schicken. Hier trifft die Koordination aus Lienz mit Sicherheit punktgenau. Zu guter Letzt ist die Frage hochbrisant, was mit den Menschen, die noch an der Lienzer Schaltzentrale sitzen, passiert. Da wird es eine Notoperation brauchen.
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