"Einsprüche nicht relevant"
Acht Stellungnahmen gibt es gegen Bebauungsplan für "Kaufhaus Lienz". Bauausschuss folgt Rat des Raumplaners. ÖVP hebt wieder Klubzwang auf.

Foto © HatzMühle wird nach Ostern abgerissen. "Vize" Meinhard Pargger hebt ÖVP-Klubzwang auf
Der Bau des "Kaufhaus Lienz" rückt immer näher. Der Lienzer Gemeinderat wird am kommenden Dienstag die acht Stellungnahmen gegen den Bebauungsplan des Einkaufstempels an der Tiroler Straße (B 100) behandeln und mehrheitlich ablehnen. Dafür hebt auch die ÖVP, mit elf Mandataren stärkste Kraft in der Liebburg, ihren Klubzwang wieder auf. Vizebürgermeister Meinhard Pargger: "Wir haben schon in der ersten Beschlussfassung für den Bebauungsplan in unseren Reihen frei abstimmen lassen. Das wird auch diesmal wieder der Fall sein." Zur Erinnerung: Bei der Gemeinderatssitzung Ende Jänner 2012 votierten fünf ÖVP-Mandatare gegen den Bebauungsplan der Südtiroler Betreiberfirma Hobag.
Bauausschuss sagt "Ja"
Der Bauausschuss befasste sich am Gründonnerstag zum dritten Mal mit den Einsprüchen, die in der Mehrzahl die Ab- und Zufahrt zum "Kaufhaus Lienz" zum Inhalt haben. Obmann Stephan Tagger: "Diese Einsprüche haben laut Raumplaner Thomas Kranebitter keinerlei Relevanz." Es müssten noch kleinere Unklarheiten abgeklärt werden, diese seien laut Tagger aber formal, juristische Angelegenheiten. Damit gehe der Bebauungsplan in die nächste Instanz zur aufsichtsbehördlichen Genehmigung durch das Land. Ungeachtet davon geht es für Bauleiter Bernhard Pöll nach Ostern auf dem Areal der alten Mühle mit dem "Kaufhaus-Bau" los: "Der Fahrplan sieht den Abriss des Turmes als Erstes vor, das kann eine Woche dauern." Damit es nicht zur Verkehrsbehinderung komme, will man versuchen, auch nachts zu arbeiten und nur einen Fahrstreifen auf der B 100 blockieren.








