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Zuletzt aktualisiert: 10.02.2010 um 20:29 UhrKommentare

Feinstaubkleber zeigt in Osttirol erhoffte Wirkung

Auf Teststrecke nach einem Jahr Testbetrieb wurde Feinstaub um ein Drittel reduziert. Erster CMA-Kongress im Herbst in der Stadt Lienz.

Die Teststrecke zwischen Kreisverkehr Mittereggerkreuz und Hofgartenbrücke in Lienz zeigt Erfolg

Foto © Pranter-KreutzerDie Teststrecke zwischen Kreisverkehr Mittereggerkreuz und Hofgartenbrücke in Lienz zeigt Erfolg

Seit Jahren sagt die Stadt Lienz Feinstaub PM10 den Kampf an. Eine erste Bilanz des "EU-Life-Projekt CMA+" ist positiv. Im Herbst geht in Lienz der erste CMA-Kongress mit internationaler Beteiligung über die Bühne.

Das Feinstaubprojekt mit dem Ziel, eine messbare Verringerung der Feinstaubbelastung auf stark befahrenen Straßen zu erreichen, geht in die richtige Richtung. Die gesundheitsgefährdenden Partikel konnten durch den Einsatz des Feinstaubklebers "CMA+" im Winterdienst um ein Drittel reduziert werden. "Unsere Teststrecke auf der B 100 vom Kreisverkehr Mittereggerkreuz bis zur Hofgartenbrücke zeigt Wirkung", freut sich Oskar Januschke, Leiter der Umweltabteilung in Lienz, wo täglich der aktuelle Wetterbericht studiert wird, um die richtige Mischung des Klebers aufzubringen. Seit Herbst wird eine neue Methode eingesetzt. "In den nächsten Wochen bekommt der Unimog einen neuen Streuaufsatz. Gemeinsam mit der Firma Springer ist eine eigene Ausbringtechnik entwickelt worden", so Januschke.

Auf Schotterweg getestet

Erst kürzlich wurde die Rutschfestigkeit im Winter unter die Lupe genommen. "Im Sommer haben wir am Brennerleweg das CMA aufgebracht. Acht bis zehn Wochen war der Schotterweg staubfrei", erklärt Januschke. In den vergangenen drei Jahren lag Lienz bei den möglichen Überschreitungen im grünen Bereich. "Neben den Emissionen aus Verkehr, Hausbrand und Gewerbe sind die meteorologischen Ausbreitungsverhältnisse entscheidend", so Andreas Weber vom Land Tirol, der jede Art von Emissionsreduktion bei den erkannten Verursacherquellen als zielführend bezeichnet. "Vor allem die Errichtung und der Betrieb des Fernheizwerkes zur richtigen Zeit hat auch bedeutend dazu beigetragen, den Feinstaub zu verringern", so Weber.

KRISTINA PRANTER-KREUZER

Feinstaub

Überschreitungen. Im Jahr 2005 gab es 43 Überschreitungen, 2006 wurde an 63 Tagen der Tagesgrenzwert von 50 Mykrogramm überschritten. In den letzten drei Jahren bewegte man sich mit 26 (2007), 20 (2008) und 25 (2009) im zulässigen Bereich von 30 Überschreitungstagen. Von 2005 bis 2009 waren 30 Überschreitungen zulässig. Ab 2010 sind es nur mehr 25 Tage.

EU-LIFE-PROJEKT

Läuft insgesamt über vier Jahre. In Lienz, Bruneck und Klagenfurt wird der Feinstaubkleber "CMA+" getestet.

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