Waldbrand "vereint" Politiker
Teure Löscheinsätze bringen Osttirols Landtagsmandatare auf eine Linie. Antrag wird eingebracht.
Die Landtagsabgeordneten des Bezirkes haben trotz verschiedener politischer Couleur ein gemeinsames Thema entdeckt. Wegen der Einsatzkosten von Privathubschraubern bei Waldbränden bringen Andreas Köll (ÖVP), Elisabeth Blanik (SPÖ) und Gerald Hauser (FPÖ, alle drei auch Bürgermeister, einen Antrag im Landtag ein.
Das Problem, das erstmals drei Osttiroler Mandatare auf eine Linie bringt: Vermehrt werden Kosten von Hubschraubereinsätzen, die aus der Bekämpfung von Waldbränden entstanden sind, nicht mehr vom Bund getragen oder vorfinanziert. Dazu begründet Köll im Antrag: Mehrere Gemeinden wurden deshalb teilweise finanziell stark belastet. Beispiele: St. Jakob in Defereggen, das nach einem Brand in der Trojer Alm im Sommer 2011 rund 145.000 Euro für Löscharbeiten aus der Luft verrechnet bekam. "Ich habe mich bis jetzt geweigert zu zahlen, weil ich mich frage, wie die Gemeinde dazu kommt, diese Kosten zu übernehmen oder vorzufinanzieren", sagt Hauser. Kals war nach Feuer in der Schusterleite im Jahr 2010 mit Rechnungen in Höhe von 250.000 Euro konfrontiert.
Mit dem Antrag des Osttiroler Trios soll bewirkt werden, dass die Landesregierung den Bund ersucht, derartige Kosten aus den dafür vorgesehenen Fonds oder Budgetmitteln zu tragen.







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