Gemeinden haben Berge von Schulden
Schuldenstand der 33 Osttiroler Gemeinden beträgt 77,3 Millionen Euro. Wobei jede fünfte Kommune überschuldet und nur eine fast schuldenfrei ist.

Foto © HatzDie finanzielle Lage einiger Osttiroler Gemeinden ist bedenklich
Osttirols Gemeinden pfeifen finanziell aus den letzten Löchern. Der offizielle Schuldenberg beträgt 77,3 Millionen Euro. Inoffiziell dürfte die finanzielle Last über der 100 Millionen-Euro-Marke liegen. Einige Gemeinden, wie zum Beispiel Matrei, lagern ihre Finanzierungen von öffentlichen Aufgaben auf andere Einrichtungen aus.
Jede Fünfte Bankrott. Von den 33 Kommunen im Bezirk steht jede fünfte vor dem Bankrott, jede dritte ist stark verschuldet, 15 Gemeinden liegen im mittleren Bereich. Nur St. Veit hat (fast) keine Schuldenlast am Buckel. Rein rechnerisch steht jeder der knapp 50.000 Einwohner mit 1557 in der Kreide. Und die finanziellen Belastungen der Kommunen steigen unaufhörlich. Wie berichtet, haben vor Ostern die ÖVP-Bürgermeister Karl Poppeller (Ainet), Josef Lusser (Innervillgraten) und Bernhard Schneider (Assling) vor dieser gefährlichen Finanzspirale gewarnt. Jetzt erhalten sie Unterstützung vom Bürgerforum "Liste Fritz".
"Bittsteller". Klubobmann Bernhard Ernst appelliert an die zuständige Landesregierung, die Bürgermeister und Bürger der Osttiroler Landgemeinden nicht zu "Bittstellern" der Landespolitik zu machen. "Den Gemeinden entstehen enorme Kosten, etwa durch die Spitals-Finanzierung oder die Kinderbetreuung. Im Gegenzug müssen die Gemeinden entweder ihre Investitionen kürzen oder ihre Bürger mit immer höheren Abgaben für Müll, Wasser oder Kanal belasten", warnte Ernst. Beides könnten die Kommunen auf Dauer nicht und so bliebe nur der "bittere" Weg zur Landesregierung, um finanzielle Unterstützung zu bekommen.








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