Der Feier folgte die "Keule"
Disziplinaranzeige gegen Osttiroler Direktor nach Direktorentreffen. Anzeige gespickt mit Vorwüfen bezüglich widrigem Verhaltens.
Eine ungemütliche Konfrontation mit Landesschulrat und Staatsanwalt hat derzeit ein Osttiroler Schuldirektor. Gegen den Schulleiter wurde "von besorgten Lehrpersonen und Eltern" Disziplinaranzeige erstattet. Die Anzeige, die der Kleinen Zeitung vorliegt, ist gespickt mit Vorwürfen wegen widrigem Verhaltens. So soll besagter Schulleiter an seiner Schule eine vorgezogene Abschiedsfeier zur seiner Pensionierung als Konferenz aller Osttiroler Hauptschuldirektoren "getarnt" haben.
"Geraucht und gesoffen". Die Wirtschaftslehrerinnen hätten per Weisung und unter Mitarbeit von Lehrern und Schülern für Direktoren und Bezirksschulinspektor Horst Hafele ein Festmenü kreieren müssen. "Es wurde überschwänglich gefeiert, auch geraucht und gesoffen, und zwar bis tief in die Nacht hinein", heißt es wörtlich in der Anzeige. Schwere Bedenken an der Vorbildwirkung der Schuldirektoren gegenüber den anwesenden Schülern werden in dem Schreiben geäußert.
Vorwürfe falsch? Der betroffene Direktor weist alle Vorwürfe von sich, bestätigt aber eine Zusammenkunft der Hauptschuldirektoren an seiner Schule. Ein Essen mit Wein habe es gegeben, aber nicht per Weisung zusammengestellt. "Geraucht wurde nicht. Keiner der Hauptschuldirektoren raucht. Um 15 Uhr war alles vorbei", sagt der Angezeigte. Nach einer Konferenz distanzierte sich das Lehrerkollegium rund um ihn entschieden vom Inhalt der Anzeige.















