Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
23. Mai 2013 00:21 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Felbertauern: Räumer im Großeinsatz Radfahrer bei Zusammenstoß mit Pkw verletzt Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Lienz Nächster Artikel Felbertauern: Räumer im Großeinsatz Radfahrer bei Zusammenstoß mit Pkw verletzt
Zuletzt aktualisiert: 25.10.2007 um 10:05 Uhr

Römische Prunkvilla mit riesigem Mosaikboden gefunden

1.800 Jahre alte Überreste einer römischen Prunkvilla in Nußdorf-Debant bei Lienz freigelegt.

Die freigelegte römische Villa in Aguntum (Nußdorf-Debant)

Foto © Universtität Innsbruck/Institut für ArchäeologieDie freigelegte römische Villa in Aguntum (Nußdorf-Debant)

Archäologen der Universität Innsbruck haben in Osttirol eine römische Prunkvilla mit den vermutlich größten Mosaikfußböden Tirols gefunden. Die Überreste des 1.800 Jahre alten Bauwerkes befinden sich nach Angaben vom Donnerstag in Nußdorf-Debant bei Lienz.

Erfolgreiche Suche. Aufmerksam waren die Archäologen auf den Platz durch eine alte lateinische Handschrift geworden. Darin berichtete der als "Vater der Archäologie in Tirol" bekannte Anton Roschmann, dass er im Jahre 1746 bei Ausgrabungen auf Überreste aus römischer Zeit gestoßen sei. Auf Basis dieses Textes begaben sich die Wissenschaftler dann auf die Suche nach diesem mittlerweile völlig in Vergessenheit geratenen alten Fundplatz.

Eingrenzung. Schon im Herbst 2006 konnte auf Grund oberflächig gemachter Funde wie kleiner Mosaiksteinchen der mögliche Standort näher eingegrenzt werden, aber erst eine in diesem Sommer durchgeführte Georadarmessung, bei der im Boden verborgene Strukturen von Mauern erfasst werden können, brachte endgültige Gewissheit. In der Flur Gline am Rand von Nußdorf zeigten sich eindeutige Überreste von mehreren Gebäuden.

Einzigartig. Insgesamt konnten während der dreiwöchigen Grabungskampagne im Oktober auf einer Fläche von nahezu 300 Quadratmetern mehrere Räume eines Gebäudes aus der Römerzeit freigelegt werden. Zum einen zeigten sich die Mauern zum Teil noch in 1,5 Metern Originalhöhe erhalten, zum anderen habe die Ausstattung des Gebäudes überrascht. "In drei der fünf bisher ergrabenen Räume fanden sich großflächige römische Mosaikfußböden aus tausenden teilweise nur fünf mal fünf Millimeter kleinen Steinchen, die in dieser Erhaltung und Dimension bisher einzigartig in ganz Tirol sind", erklärte Grabungsleiter Florian Müller. Neben geometrischen Mustern waren sie vor allem mit aus Rauten gebildeten Kreuzen geschmückt. Auch waren die Wände der Räume flächig mit bunter Wandmalerei versehen, jeder Raum in anderen Farben.

"Zwergenstadt". Ein Teil der Räume war zudem mit einer Fußboden- und Wandheizung ausgestattet. Die Mosaike dürften deshalb so gut erhalten sein, weil ein Teil der darunter liegenden Gewölbe der Fußbodenheizungen nicht wie üblicherweise eingestürzt war, sondern sich hier zum Teil noch komplett erhalten hat. Diese kleinen Gewölbe waren im 18. Jahrhundert ursprünglich für die Behausungen von Zwergen gehalten worden und führten damals in der Bevölkerung zur Bezeichnung "Zwergenstadt" und zum Entstehen einer der bekanntesten Sagen in Osttirol.


Foto

Foto © Universtität Innsbruck

Bild vergrößernDer MosaikfußbodenFoto © Universtität Innsbruck

Foto

Foto © Universtität Innsbruck

Bild vergrößernDas Mosaik im DetailFoto © Universtität Innsbruck

Foto

Foto © Universtität Innsbruck

Bild vergrößernZeichnung der Grabung von RoschmannFoto © Universtität Innsbruck

Foto

Foto © Universtität Innsbruck

Bild vergrößernArchäeologen in "Aktion"Foto © Universtität Innsbruck

Bezirkswetter

  • Donnerstag, 23. Mai 2013
    • Min: 8°C
    • Max: 18°C
    • Nsw.: 45%
    Bewölkt
  • Freitag, 24. Mai 2013
    • Min: 7°C
    • Max: 9°C
    • Nsw.: 75%
    Regen
  • Samstag, 25. Mai 2013
    • Min: 2°C
    • Max: 11°C
    • Nsw.: 75%
    Regen

Mehr Region in Bild und Ton

Regionale Schwerpunkte im Fokus: Mehr Videos, Fotos, Audios und Hintergrundinfos zu Themen, über die man in den Regionen diskutiert!

Spendenaktion

KLZ/Susanne Hassler

Wenn auch Sie für "Kärntner in Not" spenden wollen:

Spendenkonto: 100 337 401

BLZ: 17.000



Babys aus Kärnten

Babyladen

Alles rund ums Baby einfach online im neuen Babyladen der Kleinen Zeitung bestellen.

Trachten in Kärnten und Osttirol

KLZ/Josef Emhofer, KLZ/Michaela Ruggenthaler

Ein buntes Nebeneinander von schönen Festtrachten, moderne Designerdirndln und kitschiger Diskontware prägt heute das Bild unserer Trachtenlandschaft. Wir bringen echte Trachten vor den Vorhang.

Hochzeiten / Jubiläen

Leserfotos aus dem Bezirk

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 

Kärntner des Tages

Reinhold Schmölzer: Schlagfertiger Arrangeur
Kennen Sie auch jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!
 
Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
 

Newsletter bestellen

Neues auf unseren Seiten, Nachrichten und Events per E-Mail!

 

Wien-Angebot

Wir liefern die Regionen- Ausgabe der Kleinen Zeitung nach Wien.

Wallpaper

 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang