Kletterunfall: Bub stürzte sechs Meter in die Tiefe
In einem Klettergarten in Nußdorf-Debant stürzte ein 10-Jähriger ohne Helm sechs Meter tief. Eine Schlinge löste sich aus dem Haken in der Felswand.

Foto © ÖAMTC (Symbolfoto)Der 10-Jährige wurde ins Landeskrankenhaus Klagenfurt geflogen.
Ein 60-jähriger Mann aus Gaimberg wanderte am Dienstag vom Zettersfeld bei Lienz mit seiner Schwiegertochter und mit seinen Enkelkindern (10 und 9 Jahre) in Richtung Neualplseen zu einem Klettergarten, wo sich der tragische Unfall ereignete.
Klettergarten. Im Klettergarten wollte der 60-Jährige mit seinen Enkelkindern Kletterübungen durchführen. Nach bisherigem Wissensstand war der Mann zuerst über die ungefähr fünf bis sechs Meter hohe, mit Bohrhaken versehene Felswand geklettert und hatte im obersten Bohrhaken eine Expressschlinge als Umlenkung (Toprope) eingehängt. Anschließend ließ er sich selber auf den Boden ab und sicherte seine Enkelkinder mit einem Halbmastwurf (Körpersicherung).
Ausrüstung. Der 60-Jährige knüpfte den beiden Enkelkindern mit Bandschlingen einen behelfsmäßigen Sitz- und Brustgurt. Einen Kletterhelm verwendeten die Buben nicht. Der 10-jährige Enkelsohn stieg bereits das dritte Mal die Route und hatte die Umlenkung erreicht, als ihm sein Großvater sagte, er könne wieder absteigen.
Absturz. Dabei löste sich die Expressschlinge aus dem Bohrhaken und der 10-Jährige stürzte etwa fünf bis sechs Meter über die steil geneigte Wand bis auf den Boden. Am Fuß der Kletter-Felswand fiel er rücklings und prallte mit dem Hinterkopf gegen einen Felsblock. Er war ansprechbar und wurde sofort von seinem Großvater erstversorgt.
Notruf. Nach dem Absetzen eines Notrufes wurde der verunglückte Bub vom Notarztteam des ÖAMTC C7 weiter versorgt und anschließend zur ärztlichen Behandlung in das Landeskrankenhaus Klagenfurt geflogen.














