Das war wieder ein Spektakel!
Fünf Tage lang verwandelten 30 Künstlergruppen aus elf Ländern die Lienzer Innenstadt in eine einzige Bühne. Tausende aus Nah und Fern kamen, lachten und freuten sich über das 16. Straßentheaterfestival. So viele wie nie zuvor.

Foto © WinklerBei den Luftakrobaten ging es hoch her
Ob im Kleinzelt, auf der Straße, im eigenen Wohnzimmer, auf dem Baum, in der Borg-Arena oder in der Spitalskirche - die 30 Künstlergruppen aus elf verschiedenen Ländern ließen diese Woche niemanden in Lienz kalt. Statt dessen zauberten sie beim 16. Olala-Straßentheaterfestival 2007 den Passanten ein Lächeln auf die Lippen, motivierten Festivalbesucher zum Mitmachen, verleiteten beim Shopping zum Stehenbleiben und Staunen und boten Akrobatik, Parodie und Burleske vom Feinsten.
Schon wieder Geschichte. Leider hat alles ein Ende, so auch das Theaterfestival 2007 mit seinen Angriffen auf die Bauchmuskeln und volksbelustigenden Gauklereien. Wie die der vier "Big Brozeurs", 3,5 Meter groß, die bei ihrem Erkundungsgang durch die Stadt ihre Nase in alles steckten, den einen oder anderen Bummler erschreckten oder den Schirm mit ihm teilten. Für eine Österreichpremiere sorgte Professor Karoli alias "The Weelman", dessen Rad vorher bestimmt noch nie jemand gefahren ist, während waghalsige Seiltänzer und Akrobaten Tage zuvor bereits atemberaubende Bilder in den Abendhimmel gezaubert hatten.
Was für ein Programm. Unvergesslich auch "The Gagman", Georg alias "Heinz baut" auf seinem 13 Meter hohen Turm aus 47 Eschenstangen und Flachseilen, das "Theater für Einzelgänger" von Laku Paka, die "Jukebox" von Trukitrek, das Teatro Necessario, "Agathe Notnagl", "Boomfanfare", Miss Emily Barlaston, Chris Lynam, das Raritätenkabinett "Dutch&Belgian Nonsense", Avner Eisenberg, Galumpha, Drew Richardson und alle anderen Künstler und Produktionen. Was bleibt sind nicht nur die vielen Erinnerungen an Späße, Gags und Showeinlagen per Handy- oder Filmkamera, sondern auch in den Köpfen und Herzen der Festivalbesucher. Und das waren viele. Trotz tropischer Temperaturen zog es Jung und Alt nicht ins Schwimmbad, sondern auch tagsüber in die Lienzer Innenstadt.
Größtes Festival im Mitteleuropa. Schon lange Zeit vor Beginn der einzelnen Vorstellungen sicherten sich die begeisterten "Olala-Fans" die besten Plätze auf Haupt- oder Johannesplatz. "Das Feedback der Zuschauer war so gewaltig wie der Besucherstrom", sagt Olala-Organisator Hans Mutschlechner. "Ob untertags oder bei den Olala-Specials. Es waren so viele wie nie zuvor. Kein Wunder, dass wir mittlerweile zu einem der größten Festivals in Mitteleuropa avanciert sind", so der Initiator des Festivaltreibens in Lienz nicht ohne Stolz, nach dem Finale grande, der Feuerkunst von der Pegelstation bis zur Spitalskirche. Damit auch im nächsten Juli Menschen aus Nah und Fern zum Festival strömen und auf Straßen und Plätzen unterhalten werden, feilt das Ummi Gummi-Team nun bereits am Programm für 2008. Man darf schon gespannt sein.
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Die Musiker von Boomfanfare "Pfiffen" vom BaumFoto © Winkler














