Innsbrucker Bischof verhüllte das Glocknerkreuz
Der Innsbrucker Bischof und der Kärntner Generalvikar Engelbert Guggenberger stiegen am Donnerstag für die "Aktion Glaube" auf den Großglockner.

Foto © KK/Diözese InnsbruckGipfelsieg. Bischof Manfred Scheuer und Generalvikar Engelbert Guggenberger
Die Christusfigur auf dem Glocknerkreuz ist verhüllt: Keine Geringeren als der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer und Generalvikar Engelbert Guggenberger von der Diözese Gurk-Klagenfurt machten sich am Donnerstag um 7 Uhr früh von der Stüdlhütte auf den Weg, um auch das höchste Gipfelkreuz in Österreicher - jenes auf dem 3798 Meter hohen Großglockner - in der Fastenzeit zu verhüllen. Um 12.57 Uhr feierte die insgesamt neunköpfige Gruppe den Gipfelsieg.
Die Christusgestalt wurde mit einem wetterfesten, lilafarbenen Stoff bedeckt. Das ganze drei Meter hohe Kreuz zu verhüllen, wäre aufgrund der stürmischen Wind- und Wetterverhältnisse dort oben nicht möglich gewesen. Enthüllt wird zu Ostern von Vertretern der Katholischen Aktion Österreichs.
Der gestrige Gipfelsturm ist Teil der "Aktion Glaube: verhüllen - enthüllen - entdecken". Kreuze, Marterln, Kapellen und Kirchen werden österreichweit (zum Teil oder auch ganz) verhüllt, um gerade dadurch die Aufmerksamkeit auf religiöse Symbole zu lenken, die man viel zu oft übersieht. "Es geht bei dieser Aktion aber auch um eine Dimension des Menschseins: Not und Leid werden oft ausgeblendet. Wir müssen uns fragen: Wo braucht es einen schärferen Blick für die Augen des Glaubens, um die Spuren Jesu neu zu entdecken", so Bischof Scheuer.
Die kirchlichen Bergfexe, die unter anderen mit den Bergführern Michael Amraser aus Kals und Stefan Rieger aus Heiligenblut, dem Kalser Vizebürgermeister Martin Gratz und dem evangelischen Pfarrer aus Lienz, Hans Hecht, unterwegs waren, nahmen Temperaturen um minus 15 Grad und eisigen Wind in Kauf. Teilweise sank man beim Spuren bis zu den Oberschenkeln ein - wobei die beiden Seilschaften "bis weit nach der Adlersruhe" mit Tourenskiern gingen, dann musste abgeschnallt werden.















