Lawinenschutz: Weg für Mega-Projekt frei
Größte Lawinenverbauung Osttirols kann gebaut werden. Sieben Millionen werden dafür in Hopfgarten in den nächsten zehn Jahren investiert.

Foto © kk/Gemeinde HopfgartenDie Lawinenschneise in Hopfgarten wird künftig mittels Verbauung gesichert
Aufatmen kann Hopfgartens Bürgermeister Franz Hopfgartner: Jetzt hat er jenen Bescheid, der den Startschuss zur größten Lawinenverbauung Osttirols (Investitionssumme: rund sieben Millionen Euro, Bauzeit: acht bis zehn Jahre) zulässt. Unzählige Erhebungen, Begehungen und Gutachten sind diesem Bescheid vorausgegangen.
Hürdenlauf.
Im Herbst 2004 begann der Hürdenlauf um die Lawinenverbauung, die die Bewohner Ortsteil Dölach vor der gefürchteten Lai-Lahner-Lawine schützen soll. Umweltanwalt Sigbert Riccabona legte Berufung gegen den Bau eines notwendigen Erschließungsweges zum Verbauungsgebiet ein. Wir berichteten. Berufungsgrund: Die Wegtrasse war durch Natura-2000-Gebiet (Nationalpark Außenzone) projektiert. Die dafür geltenden Fauna-Flora-Habitat-Richtlinien stellten Vogelschutz vor Interessen zum Schutz für Menschen.
Eindeutige Positionen.
Das konnten die Projektbetreiber Wildbach- und Lawinenverbauung sowie Gemeinde nicht verstehen. "Wir mussten uns aber den Buchstaben des Gesetzes stellen", sagt Hopfgartner. Riccabona saß am längeren Ast. Doch zu guter Letzt ist es den Projektbetreibern gelungen, die Forderungen des Landesumweltanwaltes zu erfüllen. Hopfgartner: "Zwischen 20 und 30 Hektar Ausgleichsfläche musste von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden, um Fauna und Flora das zu bieten, was man ihr durch den Wegbau wegnimmt." Für diese Ersatzfläche gibt es auch Auflagen: Sie ist nachhaltig zu pflegen und zu bewirtschaften.
Behördendschungel.
Nach dem mühsamen Weg durch den Behördendschungel wollen die Projektbetreiber mit dem Weg- und Schutzbau bald loslegen. "Wir versuchen bei der Bezirkshauptmannschaft die Bewilligung für einen vorzeitigen Baubeginn zu bekommen."














