25. Dolomitenmann bot Spektakel pur
Am Samstag ging in Osttirol die 25. Auflage des "Dolomitenmanns" über die Bühne. Als die "Härtesten unter der Sonne" erwiesen sich die Titelverteidiger "Pure Encapsulations", die als erstes Team den Lienzer Hauptplatz erreichten.

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Ahmet Arslan ist vierfacher Berglauf-Europameister. Einer, der normalerweise erst auf Touren kommt, wenn andere schon längst resignieren. Ein Garant für Erfolg, dachte sich wohl auch das erfolgsverwöhnte Red Bull-Team, das den Türken als Bergläufer für ihre Mannschaft verpflichtet hatte. Doch Arslan kannte die Brutalität des Dolomitenmannes nicht. Und was an diesem Tag auf ihn zukommen sollte, war wohl fern seiner Vorstellungskraft.
Am Ende der Kräfte
Gerade er, der auf steilem Terrain in den vergangenen Jahren als Seriensieger hervorging, musste an diesem Tag eine der bittersten Niederlagen einstecken. "Ich bin es viel zu schnell angegangen, wollte als Erster aufs Kühbodentörl kommen. Aber der Berg hat mich zerstört", meinte der 26-Jährige im Ziel niedergeschlagen. Zahlreiche Infusionen sowie einen Gesundheitscheck im Lienzer Krankenhaus hatte er zu diesem Zeitpunkt schon hinter sich gebracht. "Es tut mir so leid, die Krämpfe waren aber kaum auszuhalten", versuchte Arslan sich bei seinen Teamkollegen zu entschuldigen.
Läufer um Läufer musste er an aussichtsreicher Position liegend an sich vorbei ziehen lassen, elf Minuten war sein Rückstand, als er mit letzter Kraft doch noch das Ziel erreichte. Zu diesem Zeitpunkt war das Rennen für sein Team längst verloren. Und die Vorjahressieger "Pure Encapsulations" mit Bergläufer Azarya Weldemariam (ERI), Paragleiter Markus Prantl (ITA), Kanute Gerhard Schmid (AUT) und Mountainbiker Hannes Pallhuber (ITA) bereits drauf und dran zum zweiten Mal in Folge den Dolomitenmann zu gewinnen. Das Quartett führte ein einsames Rennen an der Spitze. Niemand, wirklich niemand war an diesem Tag ihrer Dominanz gewachsen. Das zweitplatzierte Team, das "steirisch-internationale" Kolland-Top-Sport Team, hatte im Ziel über fünf Minuten Rückstand, das zweite Kolland-Team belegte Rang sieben. "Wir haben einen Weltklasse-Bergläufer. Das ist oft die halbe Miete", lachte Kanute Gerhard Schmid.
Doch so ganz simpel ist es wohl doch nicht. Einmal mehr bewies der Dolomitenmann, warum er nur für die Härtesten unter der Sonne gemacht ist. Das musste auch das Kleine Zeitung-Team (Gikuni Geoffrey, Lorenz Peer, Manuel Filzwieser, Urs Huber) zur Kenntnis nehmen. Vor dem letzten Bewerb noch nahe am Podest, bog der Schweizer Mountainbiker falsch ab. Ein kleiner Schnitzer, mit Folgen; Platz fünf blieb am Ende eines ereignisreichen Tages. Mit dem Trost, dass es im nächsten Jahr bestimmt wieder einen Dolomitenmann geben wird.
Endwertung 25. Dolomitenmann:
1. Pure Encapsulations (Azarya Weldemariam, Markus Prantl, Gerhard Schmid, Hannes Pallhuber) 3:57:15 Std.
2. Kolland Top Sport (Gabriele Abate, Christian Amon, Herwig Natmessnig, Rupert Palmberger) 4:02:38
3. Salomon Österreich (Jonathan Wyatt, Gerald Ameseder, Dejan Kralj, Thomas Dietsch) 4:03:14
4. Red Bull Team (Ahmet Aslan, Wendelin Ortner, Harald Hudetz, Alban Lakata) 4:09:29.
Einzelsieger:
Berglauf: Azarya Weldemariam (ERI) 1:22:38 Std.
Paragleiten: Markus Prantl (ITA) 29:46 Min.
Kajak: Harald Hudetz (AUT) 30:03 Min.
Mountainbike: Kristian Hynek (CZE) 1:29:50 Std.

















