Der offenen Klamm ein Stück näher
Konzeptstudie für Reaktivierung der seit zehn Jahren gesperrten Prosseggklamm in Matrei liegt vor. Klammöffnung soll in drei Stufen erfolgen.

Foto © KK/PrivatWilde Wasser. Für die sichere Erschließung der Prosseggklamm liegt nun ein Masterplan vor. Auch der "Bochteten Sepp" als Einsiedler ist Inhalt
Ernst sind in Matrei die Bemühungen, die "Prosseggklamm" endlich begehbar zu machen. Dem Ziel ist man wieder einen Schritt näher. Die Projektgruppe "Naturerbe Prosseggklamm" präsentierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein Rohkonzept zur Öffnung der Klamm. Erarbeitet wurde es von Ralf Steiner (Atelier Wien Architekten ZT) und der Projektgruppe. Über Jahre hat die nach einem Steinschlag gesperrte Klamm in Matrei die Lager gespalten. Der Kampf um die Erhaltung und Reaktivierung tobte. Erst als Bürgermeister Andreas Köll im Vorjahr bekannt gab, dass die Klamm nicht mehr Teil eines von der Tiwag geplanten Kraftwerkes am Tauernbach ist, wurde der Weg für Öffnungspläne frei.
Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von ÖAV, Tourismusverband und Gemeinde wurde gegründet. Und diese Arbeitsgruppe bekommt durch die aktuelle Studie, die jetzt Detailplanung erfordert, Arbeit. "Begehbar soll die Klamm mit einem Drei-Stufen-Plan werden. Zeitplan gibt es aber noch keinen", sagt Hansjörg Steiner ("Naturerbe Prosseggklamm"). Stufe 1: Sanierung der Wanderwege und Sicherung der Gefahrenstellen. Stufe 2: Errichten von Stegen und Plattformen. Stufe 3: Installation von Erlebniswelten, wie die Felshöhle des "Bochtetn Sepp". Dessen Einsiedlerleben könnte tief in der Klamm nachempfunden oder das stillgelegte Tauernbachkraftwerk zu einem Schaukraftwerk reaktiviert werden. Angedacht ist auch ein Besucherzentrum.













