Ehre für Bürger birgt viel Diskussionsstoff
Die Stadt Lienz sucht neue Ehrenbürger. Vorschläge dafür gibt es inzwischen zuhauf.
"Gegen die die Auszeichnung von verdienten Persönlichkeiten aus den Bereichen Kunst-Kultur, Soziales, Wissenschaft, Wirtschaft und Sport ist nichts einzuwenden", sagt Gemeinderat Andreas Hofer (SPÖ). Wenn es allerdings um die Auszeichnung von Politikerinnen und Politikern gehe, die ohnedies für ihre Tätigkeiten ein Salär erhalten haben und zudem noch von ihren eigenen Parteifreunden vorgeschlagen werden, wird die Sache für Hofer geschmacklos.
Gemeinderat Hofer: "Im Statut über die Verleihung von Auszeichnungen der Stadt Lienz aus dem Jahre 1984 steht geschrieben: Die Verleihung der Ehrenbürgerschaft setzt voraus, dass die zu ehrende Person sich in außergewöhnlicher Weise um die Stadt verdient gemacht oder als gebürtiger Lienzer auf dem Gebiete der Wissenschaft, des sozialen Engagements, der Kunst, Außerordentliches geleistet hat." Aber wie würden außergewöhnliche Leistungen bewertet werden, fragt sich Hofer. Für eine Vergabe durch den Gemeinderat sei Einstimmigkeit im Gemeinderat erforderlich. Hofer: "In Dölsach war die Situation anders. Vom Einstimmigkeitsprinzip keine Spur. Mit Mehrheitsbeschluss boxte Bürgermeister Josef Mair die Ehrenbürgerschaft für Altbürgermeister Hans Oberbichler durch." Die Stadt Lienz möchte einem solchen Beispiel nicht folgen.
Daher hat Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ) aufgerufen, Menschen, die Besonderes und Außergewöhnliches für die Stadt geleistet haben, für eine Ehrenbürgerschaft vorzuschlagen. Die Kleine Zeitung unterstützt sie dabei: Bis zum 27. Juli 2012 (12 Uhr) können "Kleine"-Leser Vorschläge per E-Mail an osttirol@kleinezeitung.at senden.














