Reiz, der süchtig machen kann
Ex-Golfprofi Peter Lepitschnik bestritt seinen zweiten Ironman und denkt an Fortsetzung.
KLAGENFURT/LIENZ. Geht es nach der Mutter von Peter Lepitschnik, dann hat er künftig Startverbot beim Ironman. Den Befehl bzw. Rat wird der 35-Jährige mit großer Wahrscheinlichkeit in den Wind schreiben. Zu sehr reizt es ihn, wieder an die körperlichen Grenzen zu gehen. Lepitschnik: "Es ist für mich eine sportliche Herausforderung, die ich ansonsten nicht mehr habe."
Nach 12:13:45 Stunden riss der Ex-Golfprofi im Ziel erleichtert die Hände in die Höhe, genoss die Situation in vollen Zügen. Fast leichtfüßig verließ der Klagenfurter das Zielgelände, seine Körpersprache deutete in keinster Weise auf volle Erschöpfung hin. Lepitschnik liebt die Hitze und behält mental einen kühlen Kopf. "Ich werde nie über das körperliche Limit hinausgehen, da ist mir die Gesundheit viel zu wichtig", sagt der sympathische Athlet. Warnendes Beispiel waren die vielen Teilnehmer entlang der Rad- und Laufstrecke, die mit gesundheitlichen Problemen kämpften.
Fragezeichen
Hinter dem Antreten von Lepitschnik am vergangenen Sonntag stand lange Zeit ein großes Fragezeichen. Zwar lief die Vorbereitung im Winter nach Plan, der Rückschlag kam im März. "Es fehlte mir die Zeit für das Training, da ich von der Früh bis abends auf der Driving Range stand. Da hat man danach keine große Lust für irgendein Training", sagt der Golf-Coach, der in Lienz arbeitet. Erst sieben Wochen vor Rennbeginn fand der ehemalige österreichische Meister im Lochwettspiel wieder die Zeit und die Motivation für das notwendige Training. "Erst als ich mir sicher war, dass ich den Ironman gesundheitlich ohne Schaden überstehen kann, gab ich drei Wochen davor meine Nennung ab."
Am Dienstag stand der Trainer in Lienz auf der Golfanlage und gab Unterricht. "Es tut mir alles ein bisschen weh, aber das Arbeiten ist kein Problem."
MARIO KLEINBERGER
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