Osttiroler stürzte mit Auto in reißende Isel
Ein Autolenker (31) kam nach einem Überholmanöver auf der Felbertauernstraße in Matrei von der Straße ab und landete im Fluss. Er konnte sich retten. Alkotest verlief positiv. Auto versank in den Fluten.

Foto © Brunner
Dramatischen Minuten spielten sich am Samstag gegen 16.05 Uhr in der Hochwasser führenden Isel kurz vor Matrei ab. Um nach einem riskanten Überholmanöver eine Kollision mit einem entgegenkommenden Pkw zu verhindern, verriss ein 31-jähriger Lenker aus Osttirol seinen grünen Honda Civic. Dabei kam er von der Straße ab und schoss über die Böschung durch Gestrüpp in den reißenden Fluss.
Das Auto wurde 100 Meter abgetrieben, der Mann konnte sich mit letzter Kraft befreien und ans Ufer retten. Während Passanten die Einsatzkräfte alarmierten, marschierte der Unfalllenker in Richtung einer nahen Tankstelle. Sein Vater, der mit der FF-Matrei zur Unfallstelle raste, wunderte sich noch, warum sein Sohn zu Fuß unterwegs war. Inzwischen wurde im Iseltal Großalarm ausgelöst. Wasserrettung, Feuerwehr, Rotes Kreuz und der ÖAMTC-Hubschrauber "C 7" suchten nach dem verschwundenen Fahrzeug. "Wir konnten zuerst nicht davon ausgehen, dass der Mann allein im Auto saß", sagte Einsatzleiter Michael Köll von der Feuerwehr Matrei. Nach der Einvernahme durch die Polizei konnte Entwarnung gegeben werden. Osttirols Polizeichef Silvester Wolsegger bestätigte, dass der 31-Jährige "mittelschwer alkoholisiert" war. "Zeugen haben bestätigt, dass sich sonst keiner mehr im Auto befand", so Wolsegger. Die Suche nach dem Wrack musste aufgrund eines Unwetters und der steigenden Isel abgebrochen werden. Köll: "Der Wasserstand betrug vier Meter, es wäre für alle zu riskant gewesen." Passanten sahen Kilometer weiter in der Isel in Huben die Stoßstange, aber keine Spur vom Pkw.
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Bild vergrößernGroßalarm in Matrei: Die Einsatzkräfte mussten zuerst davon ausgehen, dass der Unfalllenker nicht alleine im Auto saß, als er kurz vor der Brücke in "Brühl" in die reißende Isel stürzte. Ein Alkotest verlief positiv Foto © Hatz














