Multimedia im Haus des Wassers
Der "Vision Globe" im Haus des Wassers in St. Jakob in Defereggen dient zur Veranschaulichung klimatischer Prozesse auf der Erde. Diese werden von innen digital nach außen projiziert.
Speziell die forschende Jugend soll durch die neue multimediale Installation der Weltkarte im Haus des Wassers angesprochen werden. Durch lebendige Projektionen, die verschiedene Prozesse auf der Erde zeigen, sollen Jugendliche und Kinder die Auswirkungen auf den Planeten besser verstehen", erklärte Hermann Stotter, Direktor des Nationalparks Hohe Tauern Tirol, bei der Präsentation der neuen Attraktion. Der sogenannte "Vision Globe" solle verdeutlichen, welche Zusammenhänge zu Katastrophen auf der Erde führen. Die technische Spielerei sei nicht nur beeindruckend, sondern solle zu mehr globalem Bewusstsein und Umweltverständnis führen.
Durch die Neuanschaffung könne der Unterricht im Haus des Wassers nicht nur Schüler erfreuen und begeistern, sondern auch andere Besucher im Rahmen von Führungen zu einem besseren globalen Verständnis hinführen. Der Begriff "Klimawandel" sei bereits im Bewusstsein angekommen, meint Stotter. "Den Kontext kann man in einer unserer Führungen lernen".
Für mehr Verständnis
Begeistert zeigt sich auch Bezirkshauptfrau Olga Reisner. Die Vorführung von Klimafakten, dem Einfluss des Menschen, Zukunftsszenarien, Wetterprozessen, Wasserverteilung und Meeresspiegeländerungen verfolgte sie mit großem Interesse. Brigitte Eckle, Leiterin vom Haus des Wassers, demonstrierte anhand des Modells, wie man virtuell die Polkappen schmelzen lassen kann. Das Haus bietet sieben wählbare Module für dreistündige Lerneinheiten. Alle bestehenden Bausteine haben nun durch die neue projizierbare Weltkugel eine anschauliche Ergänzung bekommen. Europaweit gibt es erst zwei derartige Installationen.
Technologie soll in Zukunft noch mit weiteren Features zur Erkundung der Natur Einzug halten. Höchste Qualität ist Stotter wichtig: "Von den insgesamt 140.000 Euro, die investiert worden sind, sind zwei Drittel in das Klimatechnikmodul geflossen, ein Drittel in den Zusatzbau." Die EU habe 50 Prozent beigesteuert, Bund und Land 30 Prozent, 20 Prozent seien Eigenmittel.














