Virgen und Prägraten auf Energieexkursion
Um Nägel mit Köpfen zu machen, waren Gemeinderäte zur Kraftwerksbesichtigung in Südtirol.
Gemeinderäte sowie Bürger von Virgen und Prägraten haben gemeinsam das Kraftwerk Enerpass in Südtirol besichtigt. Der klare Vorteil für die Bewohner der Region steht für die Bürgermeister Anton Steiner und Dietmar Ruggenthaler im Vordergrund. Das Kraftwerk Enerpass sei ein Vorzeigeprojekt.
Die Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos seien direkt an der Enerpass Konsortial GmbH beteiligt, die Wertschöpfung komme der gesamten Bevölkerung des Tals zugute. "Wir sind der größte Erzeuger von grünem Strom im Passeiertal", sagte Konrad Pfitscher, Enerpass-Präsident und ehemaliger Bürgermeister von St. Leonhard. "Das Kraftwerk hat für Aufschwung im Tal gesorgt", so Pfitscher.
So wurde Moos von der ärmsten zur reichsten Gemeinde Südtirols, wie die Gemeinde- und Iselräte bei der Exkursion ins Passeiertal erfuhren. Jüngstes Investitionsprojekt, das mit den Erträgen aus dem Kraftwerk finanziert wird, ist ein Wanderweg durch die bisher nicht begehbare Passer-Schlucht. Kostenpunkt: 800.000 Euro. Pfitscher: "Ein zentraler Erfolgsfaktor für unser Projekt war die Tatsache, dass wir das richtige Zeitfenster erwischt haben. Verpasst man den richtigen Zeitpunkt, ist die Chance auf Realisierung dahin." Ob im Virgental ein ähnliches Meisterstück gelingt, ist fraglich. Sicher ist, dass die Bürger von Virgen und Prägraten am 17. Juni 2012 darüber abstimmen, ob sich die Gemeinden an der Planung, dem Bau und dem Betrieb eines umweltverträglichen Wasserwerks an der Oberen Isel beteiligen sollen. Bereits in der Vorwoche sprachen sich die Gemeinderäte für die Variante "Toinig Süd" mit Krafthaus in Virgen Mitteldorf aus. Ruggenthaler hofft auf Akzeptanz seitens der Bevölkerung. DANIELA AGU














