"Retter müssen üben"
Der tragische Vorfall am Großvenediger wirft wieder die Frage des Flugverbotes für Übungen im Nationalpark auf.

Foto © KK/PolizeiBei Spaltenbergungen muss jeder Handgriff sitzen, da braucht es viel Übung der Einsatzkräfte
Zwischen dem tödlichen Absturz des erfahrenen Osttiroler Alpinpolizisten Franz Franzeskon und der geglückten Bergung eines Ungarn aus einer Gletscherspalte am Großvenediger in der Osternacht liegen 22 Tage. Dazwischen haben die Einsatzkräfte versucht, ihr Können am Gletscher aufzupolieren.
"Die Bergretter sind meist wetterbedingt zu Fuß unterwegs, tragen umfangreiche Ausrüstung, persönliches Material und eine große Verantwortung mit sich. In einigen Fällen wird aber auch mit Unterstützung aus der Luft gearbeitet, was in großen Höhen und bei oft schlechtem Flugwetter nicht ungefährlich ist. Für das eingespielte Hubschrauberteam sind solche Situationen Routine, Bergretter müssen solche Situationen natürlich üben . . ." Mit diesen Zeilen versuchte eine Osttiroler Bergretter auf die gefährliche Situation bei Einsätzen in der heimischen Bergwelt hinzuweisen.
Unmut der Behörde
Vergeblich. Die Behörde im Namen der Umweltabteilung in der Bezirkshauptmannschaft Lienz hat sich auf das Nationalparkgesetz berufen und die Übungsannahme am 21. und 22. April im Umfeld der "Stüdlhütte" in Kals verweigert. Bezirkshauptfrau Olga Reisner reagierte ungehalten darauf, auf das Verbot angesprochen zu werden: "Es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, über den Sinn des Nationalparkgesetzes zu diskutieren."
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Bild vergrößernBezirkshauptfrau Olga Reisner erachtet es als nicht zielführend, jetzt über das Parkgesetz zu sprechen Foto © KLZ/Hatz
Bezirkshauptfrau Olga Reisner erachtet es als nicht zielführend, jetzt über das Parkgesetz zu sprechen Grafik © KLZ/Hatz
















