Tirolweite Kontrollen: Lenker fuhr mit 102 km/h durch Lienz
In Tirol hat die Polizei am Dienstag landesweit Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. In Lienz blitzten die Beamten einen Raser, der mit 102 km/h durch das Ortsgebiet fuhr. Erlaubt sind allerdings nur 50 km/h.

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Bei einer tirolweiten Verkehrskontrolle zur Geschwindigkeitseinhaltung auf Straßen in Ortsgebieten hat die Polizei am Dienstag in acht Stunden 2.610 Delikte gezählt. Gegen 1.469 Fahrzeuglenker wurde wegen Geschwindigkeitsüberschreitung Anzeige erstattet, davon waren 1.219 im Ortsgebiet unterwegs, teilte das Landespolizeikommando am Mittwoch in einer Aussendung mit. 1.141 Strafen wurden an Ort und Stelle eingehoben, davon 960 in Orten.
Im Bezirk Lienz war ein Pkw-Lenker sogar mehr als doppelt so schnell durch eine 50 km/h-Beschränkung im Ortsgebiet gerast, als erlaubt. Der Mann war mit 102 km/h gemessen worden. "In den Ortsgebieten sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer anzutreffen: Kinder, Fußgänger, Radfahrer", hieß es. Aus diesem Grund bedürfe es seitens der motorisierten Verkehrsteilnehmer einer erhöhten Aufmerksamkeit. "Insbesondere geht es um die verlässliche Einhaltung der Tempolimits", appellierte die Exekutive.
Der Anhalteweg werde bei Geschwindigkeiten vielfach unterschätzt. "Dieser beträgt bei Tempo 50, idealen Fahrbahnverhältnissen und einer optimalen Reaktion des Lenkers insgesamt rund 26 Meter. Bei Tempo 60 steigert sich der Anhalteweg bereits auf 34 Meter", berechnete die Landesverkehrsabteilung.
Allein in Tirol hatten sich im vergangenen Jahr 2.451 Verkehrsunfälle in Ortsgebieten und 1.289 im Freiland ereignet. "Dabei wurden 2.992 Menschen verletzt, im Freiland waren es 1.778 Opfer. 14 Personen wurden getötet, im Freiland starben 30", resümierte die Polizei in der Pressemitteilung. Die Verkehrsteilnehmer wurden aufgefordert, die bestehenden Geschwindigkeitslimits einzuhalten und dabei immer auch die Straßen-, Sicht- und Verkehrsverhältnisse zu berücksichtigen.















