Dürre: Kein Ende in Sicht
Während Bauernvertreter und Wasserwarte in Osttirol derzeit noch beruhigen, warnen Wetterexperten vor anhaltender Trockenheit.

Foto © AguObstgarten in Lienz am 15. März 2012. Gärten verdorren ohne Niederschlag, Besserung ist nicht in Sicht
Martin Diemling, Bezirksstellenleiter Landwirtschaftskammer, sieht derzeit wegen der geringen Niederschläge noch keinen Handlungsbedarf: "Wir hatten zwar in Osttirol einen trockenen Winter, doch der letzte Frühling hat auch ähnlich angefangen: Bis Mitte Mai hat es 2011 in Osttirol kaum geregnet, dennoch wurde daraus ein fast durchschnittliches Erntejahr."
Obwohl die Schneeschmelze derzeit kaum Feuchtigkeit bringe und Wasser an den Quellen fehle, sieht Diemling keinen Grund zur Panik. Wirklich kritisch wird es seiner Meinung nach erst ab Mitte April, wenn der Regen ausbleibt. Pflanzen beginnen jetzt zu treiben, der Boden kann maximal zwei Wochen hindurch Wasser speichern, dann muss man bewässern.
Keine Aussicht auf Regen
Karl Schupfer, Leiter des Wasserwerks in Lienz, steht der aktuellen Situation mit Gelassenheit gegenüber: "Es ist alles in Ordnung. Wer will, kann seinen Garten gießen, wir haben Wasser genug." Seit 2006 habe Lienz den Tiefbrunnen als zweites Standbein der Wasserversorgung. Auch wenn die Quellen vom Hochstein einmal weniger Wasser hergeben, sei die Situation entspannt. "Der Wasserspiegel ist zwar minimal abgesunken, aber das ist kein Problem", so Schupfer.
Während Diemling und Schupfer die Situation als annehmbar bezeichnen, sieht Reinhard Prugger von "Meteo Experts" den Zustand in Osttirol gespannt. Er erklärt, die Lage sei ähnlich wie in Kärnten, weniger betroffen wähnt er die Tauernregion: "Das Wetter bleibt stabil, mit Entspannung bei der Trockenheit ist im Moment nicht zu rechnen."














