Angst vor Transitachse wächst
Von Ungarn aus verläuft die Europastraße durch das Drau- und Pustertal.
Am Ende des Vorjahres unterbreitete Ungarn der UNO-Wirtschaftskommission in Genf den Vorschlag, die Europastraße E66 vom derzeitigen Endpunkt bei Szekesfehervar um 168 Kilometer ostwärts bis Szolnok zu verlängern. Diese Strecke liegt südöstlich von Budapest. Das zuständige Gremium begrüßte den Vorschlag und rechnet mit der Annahme des ungarischen Vorschlags in der nächsten Sitzung. Die Gesamtstrecke der E66 - von Franzensfeste in Südtirol bis Szolnok - würde dann circa 869 Kilometer betragen. Bisher sind 701 Kilometer gebaut, berichtet die "Arge Stop Transit" zuständig für den Bereich Kärnten, Süd- und Osttirol. Die E66 würde knapp südlich an Budapest vorbeiführen. Das Einzugsgebiet der E66 und damit die Transitgefahr für das Drau- und Pustertal würde noch weiter ausgedehnt werden. Europastraßen sind laut der Umweltschutzorganisation nämlich - laut AGR-Abkommen ("European Agreement on Main International Traffic Arteries" von Genf 1975) - Hauptstraßen des internationalen Verkehrs und sollen diesen Verkehr erleichtern. Aufgeflammt ist die neuerliche Transitangst durch den Bau der Umfahrung Mittewald, für die heuer im Frühjahr Baubeginn ist.















