Spital verkürzt Wartezeit für die Röhre
Lösung für lange Warteliste im ambulanten Magnetröntgen: Im Krankenhaus Lienz werden Dienstzeiten für Untersuchungen in der Magnetresonaz-röhre ab 1. März ausgeweitet.

Foto © RuggenthalerDas Krankenhaus Lienz stellt sich in den Dienst der ambulanten Gesundheitsversorgung
Das Lienzer Spital stellt sich einmal mehr in den Dienst der ambulanten Gesundheitsversorgung. Obwohl gesetzlich dafür nicht zuständig, bemühte man sich um Lösungen, damit ambulante Patienten ohne Akutstatus kürzere Wartezeiten beim Röntgen mit Magnetresonanztomografen (MRT) haben. Und eine rasche Lösung wurde gefunden - nicht zuletzt, aufgrund der Berichte der Kleinen Zeitung betreffend die Unterversorgung bei den ambulanten MR-Untersuchungen.
Am runden Tisch kopften Ende Jänner Krankenhausobmann Andreas Köll, Andreas Mayr, Ärztlicher Leiter des Spitals, Primar Adolf Lederer (Abteilung Radiologie) und Spitalsverwalter Gerhard Egger. "Ab 1. März gibt es in der Radiologie des Bezirkskrankenhauses ausgeweitete Dienstzeiten. Das habe ich nach dieser Runde angeordnet", gibt Obmann Köll als Ergebnis bekannt.
Mehr Kosten
Die Details: Zusätzliche MRT-Termine werden ab diesem Datum von Montag bis Donnerstag jeweils von 16 bis 18 Uhr angeboten. Dafür muss mehr Personal (röntgentechnische Assistenten) angestellt werden. Die Befundung erledigen Ärzte in ihrer Freizeit über Teleradiologie. Köll: "Das wird selbstverständlich korrekt entschädigt."
"Feuerwehr-Aktionen"
Die Meinungen bei der MR-Versorgung gehen seit Jahren auseinander. Für den niedergelassenen Radiologen Christian Rapf ist für das Versorgungsgebiet mit rund 80.000 Menschen (Osttirol-Oberkärnten) eine zweite MR-Röhre unerlässlich. Hingegen machte Krankenhausverwalter Egger erst jüngst darauf aufmerksam, dass die ambulante Versorgung kein Problem der Geräteanzahl sei, sondern ein Personalproblem. Die Rund-um-die-Uhr-Auslastung der Röhre im Spital liegt bei 30 Prozent und das Gerät steht auch 24 Stunden zur Verfügung. Mit den MR-Untersuchungen springt das Spital neben Feriendialyse, Mamma-Screening und Endoskopien bereits in vier Bereichen für ambulante Versorgung ein. "Diese Feuerwehr-Aktionen ergeben sich, weil der niedergelassene Bereich nicht funktioniert", so Köll.
Features
Daten und Fakten
Aktuelle Situation. Ein Magnet-resonanzgerät in Osttirol, Standort Bezirkskrankenhaus Lienz, Auslastung über 24 Stunden rund 30 Prozent, 70 bis 80 Prozent in der Kerndienstzeit.
Neuerung. Ab 1. März ambulante MR-Untersuchungen im Bezirkskrankenhaus, wöchentlich von Montag bis Donnerstag, 16 bis 18 Uhr.









