Von Lösung weit entfernt
Die Forderung nach einer Umfahrung rückt den verkehrsgeplagten Lienzer Talboden wieder in den Fokus - es heißt aber weiter: "Bitte warten!"

Foto © HatzIm Jahr 2009 stellten SPÖ und Grüne - Willi Lackner, Peter Wibmer und Elisabeth Blanik - einen "Citybus Lienz" vor
Seit Dezember 2011 ist die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ) Obfrau des Gemeindeverbandes "Öffentlicher Personennahverkehr Osttirol". Für ein Citybus-System hat es unter Bürgermeister Johannes Hibler schon ein Konzept gegeben. "Ich bin dabei, mir dieses Konzept anzuschauen, und wir überlegen, wie wir es adaptieren können", sagt Blanik.
Damals sei die Umsetzung eines öffentlichen Bussystems für Lienz und den Talboden laut Blanik daran gescheitert, dass sich der Bund aus der Finanzierung zurückgezogen hat. "Für mich kommt der öffentliche Nahverkehr vor einer Umfahrungsvariante", so Blanik, die sich überrascht zeigt, "dass das Land jetzt wieder eine Unterflurtrasse ins Spiel bringt, nachdem früher gesagt worden ist, dass so eine Variante nicht machbar ist".
Unterflurtrasse als Lösung
"Es braucht eine kleinräumige Variante mit Unterflurregelung", sagt hingegen Vizebürgermeister Meinhard Pargger (ÖVP). "Ein Citybus löst das Verkehrsproblem in Lienz nicht", meint er. Das gehe auch aus der vor zwei Jahren dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit präsentierten Studie hervor. "Ein Bus, der im Verkehr stecken bleibt, bringt nichts", sagt Pargger. Den Verkehr flüssig zu halten, sei das Gebot der Stunde. "Um das zu erreichen, ist die Unterflurtrasse ein wichtiger Baustein", sagt der Vizebürgermeister und meint "dass viel Verkehr hausgemacht ist und es eine Lösung für ganz Osttirol geben muss".
Es brauche öffentliche Verkehrsmittel, die die Menschen rechtzeitig zur Arbeit bringen. "Die Zughaltestelle beim Liebherr ist ein Schritt in die richtige Richtung", so Pargger. Von einer Gesamtlösung ist man also noch weit entfernt. "Wir fordern, endlich konkret zu planen", sagt Meinhard Pargger.









