Magnetresonanz: Suche nach Lösung
Ambulante Versorgung scheitere nicht an zweitem MR-Gerät, sondern an Fachärztemangel.
LIENZ. Postwendend gab es Reaktionen, nachdem die Kleine Zeitung über Unterversorgung bei Magnetresonanz-Untersuchungen in Osttirol berichtete. FPÖ-Abgeordneter Gerald Hauser fordert eine rasche Lösung. Er zeigt auf, dass etwa Osttiroler vom Bundesheer zu MR-Untersuchungen nach Innsbruck geschickt worden seien: "Weil es im Krankenhaus zu wenig Kapazitäten für eine Untersuchung in angemessener Frist gibt." Hauser ortet Handlungsbedarf für die Tiroler Gebietskrankenkasse und Landesrat Bernhard Tilg. Auch Gerhard Egger, der Verwalter des Bezirkskrankenhauses, reagierte prompt. Er wies in einem Schreiben an Krankenhausobmann Andreas Köll darauf hin, dass die ambulante Unterversorgung kein Problem des Gerätes, sondern des Personalmangels sei. Der einzige MR-Tomograf für Osttirol steht im Bezirkskrankenhaus. Laut Köll ist dieser nur zu 30 Prozent ausgelastet - primär für stationäre Untersuchungen. "Um die ambulante Versorgung auszubauen, hat Egger vorgeschlagen, nach einem ähnlichen Modell wie bei den Mammografien vorzugehen und einen zusätzlichen Facharzt aus Innsbruck zu holen, um eventuell samstags MR-Untersuchungen durchzuführen." Eine andere Lösung wäre eine zweite, aber von Radiologen privatwirtschaftlich geführte Röhre. Für deren Installation sei aber nicht der Krankenhausverband zuständig. MICHAELA RUGGENTHALER













