Politik gibt bei Ruine Gas
Nächste Runde für "Kaufhaus Lienz". In außerordentlicher Ratssitzung werden Flächenwidmung und Bebauung beschlossen. Pönale vereinbart.

Foto © HatzFür den Abbruch der Mühlenrelikte wurde mit Günther Bachmann von der Hobag und mit Bernhard Pöll von der Signa ein Pönale in Höhe von 200.000 Euro festgesetzt
Wochen sind ohne absehbare Fortschritte für die Schutthalde am Mühlenareal, wo das "Kaufhaus Lienz" entstehen soll, verstrichen. Aktivität regte sich dann - am Montagabend. Da setzte die Stadtpolitik an, Nägel mit Köpfen zu machen, um in der Causa in die nächste Runde zu gelangen.
Fraktionsführer im Gemeinderat, Stadträte, Bauausschuss und Bürgermeisterin Elisabeth Blanik tagten gemeinsam mit Günther Bachmann (Hobag) und Bernhard Pöll (Signa). Sämtliche erforderliche und geforderte Unterlagen konnten vorgelegt werden - und vom grünen Tisch kamen schließlich konkrete Ergebnisse. Fest steht: Am 31. Jänner wird eine außerordentliche Sitzung des Lienzer Gemeinderates anberaumt.
Keine Garantie für Abbruch
Schwerpunkte dieser Sitzung: Beschlüsse des Flächenwidmungsplanes und des Bebauungsplanes für das "Kaufhaus Lienz". Beim montägigen Treffen rückte man seitens der Politik auch der Ruine am Mühlenareal auf den Pelz - insbesondere auf Betreiben der ÖVP-Fraktion unter Meinhard Pargger. "Es gab massive Bedenken, dass wir nach den Beschlüssen keine Garantie mehr haben, für den Abbruch der Mühlenturmes", sagt Blanik. So wurde mit den Vertretern von Hobag und Signa ein Pönale ausverhandelt, das bücherlich eingetragen wird. Blanik dazu: "Das Pönale liegt mit 200.000 Euro in derselben Höhe wie die Kosten für den Abbruch." Nach diesen Schritten der Politik sind jetzt für das Aufräumen in der Schutthalde und für weitere Maßnahmen Richtung Kaufhaus-Bau wieder die Investoren am Zug.














