"Bankensteuer" gefallen
110.000 Euro sollten aus Steuergeldern für die Schimeisterschaften der Geldinstitute in Lienz fließen. Die ÖVP-Mehrheit rudert jetzt zurück.

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Von der Stadt Lienz wollte das Organisationskomitee der "52. Interbancario Schimeisterschaften" 40.000 Euro. Dieselbe Summe soll, wie die Kleine Zeitung exklusiv berichtete, der Tourismusverband Osttirol (TVBO) über die Ferienregion Lienzer Dolomiten beisteuern, 30.000 müssten die finanzmaroden Lienzer Bergbahnen zahlen.
Jetzt wird alles anders: "Ich nehme die kritischen Stimmen der Lienzer sehr ernst, und deshalb werden wir von einem finanziellen Zuschuss Abstand nehmen," sagt Vizebürgermeister Meinhard Pargger (ÖVP). Er hoffe, dass der TVBO diese Kosten übernehme. Unterstützen möchte Pargger den Veranstalter aber mit Bauhofleistungen und Räumlichkeiten. Die ÖVP hatte bereits im Stadtrat die Summe um 10.000 Euro gekürzt, Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ) stieg ob dieser "Bankensteuer" sowieso auf die Barrikaden.
1,5 Millionen Euro Umsatz
Am Dienstag sprach Vizebürgermeister Charly Kashofer (ÖVP) bei Organisator Anton Klocker in der "Lienzer Sparkasse" vor. Diese Bank hatte sich bereit erklärt, die Patronanz der Schimeisterschaften Ende Jänner 2012 zu übernehmen. Klocker listete Kashofer penibel auf, was diese Veranstaltung für eine Wertschöpfung habe. Kashofer: "Das Inter-bancario bringt mit 1150 Teilnehmern und 10.000 Nächtigungen rund 1,5 Millionen Euro an Umsatz in die Region. Außerdem profitieren die Lienzer Bergbahnen mit dem Liftkarten-Verkauf in der Höhe von 170.000 Euro." Die Lienzer SPÖ lehnte von Anfang an diese Förderung ab. Gegen eine "Bankensteuer" sprach sich Gemeinderat Josef Blasisker (FPÖ) aus: "In Zeiten wie diesen sollten sich Banken solche Veranstaltungen selbst finanzieren."















