ÖAMTC setzt in Osttirol zur Landung an
Am 20. Februar 2012 endet Pflicht des Bundes zur Betreibung der Flugrettung in Österreich. Keine Gefahr besteht für ÖAMTC-Stützpunkt in Nikolsdorf - außer die Politik entscheidet anders.
Ins Reich der Märchen versetzt Reinhard Kraxner die kolportierten Aussagen, dass es ab Ende Februar keinen ÖAMTC-Stützpunkt in Osttirol mehr geben könnte. Der Leiter des Christophorus Flugrettungsvereines (CFV) in Österreich bestätigte gegenüber der Kleinen Zeitung die Bereitschaft, die Rettung aus der Luft in den Bezirken Lienz und Spittal weiter betreiben zu wollen. Am 20. Februar 2012 läuft die 15a-Vereinbarung des Bundes mit den Ländern ab. Diese stellte sicher, dass der Bund zumindest einen Teil der Flugrettung stellt.
Bis zu diesem Zeitpunkt ist das Innenministerium für den Stützpunkt in Nikolsdorf zuständig. Als Betreiber übernahm 2001 der CFV den Fliegerhorst. "Die Zeichen stehen bei uns auf Weiterführung. Wir hatten vor Kurzem mit den Ländern eine Besprechung, und wir sind überzeugt, dass es zu einer guten Lösung kommt", sagte Kraxner.
Steht nicht zur Diskussion
Der Osttiroler Stützpunkt stehe weder in Tirol noch in Kärnten zur Diskussion. Kraxner: "Seit 2001 sind wir über 8000 Einsätze geflogen. Wenn es der Wunsch des Landes Tirol ist, werden wir weiterfliegen." Seit der Inbetriebnahme sei viel Geld in die Adaptierung der Räumlichkeiten und Unterbringung des "C 7" geflossen - auch öffentliches Geld.
Osttirols Abgeordneter Andreas Köll verweist in diesem Zusammenhang auf das Ergebnis des Prüfberichtes des Bundesrechnungshofes, der die Flugrettung in Tirol und Salzburg unter die Lupe nahm. Liege dieser vor, müsse sich der Finanzkontrollausschuss und der Landtag damit befassen. Köll: "Das wird sich bis 20. Februar nicht mehr ausgehen, daher wird es eine Übergangslösung in Osttirol brauchen."
Features
FAKTEN
Verein. Der Christophorus Flugrettungsverein (CFV) wurde 1983 gegründet. Die ersten Hubschrauber standen in Innsbruck (C 1) und Krems (C 2) bereit.
Nikolsdorf. Nach dem Rückzug des Innenministeriums übernahm am 1. Jänner 2001 der CFV den Stützpunkt in Nikolsdorf. Im Schnitt werden jährlich 600 bis 700 Einsätze geflogen.















