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Zuletzt aktualisiert: 21.10.2011 um 07:51 UhrKommentare

"Freizeitticket" für Osttirol

Fritz Dinkhauser präsentiert Idee eines regionalen "Freizeittickets" und verurteilt Quasimonopol auf Fördergeld für touristische Infrastruktur.

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bei seiner Osttirol-Tour mit Bernhard Ernst und Bundesrat Stephan Zangerl kam Fritz Dinkhauser (Bürgerforum Tirol) gestern gleich zur Sache. Das Bürgerforum akzeptiert nicht, dass Daten über Darlehen und Förderungen der Osttirol-Invest (OIG) unter Verschluss gehalten werden. Eine Anfrage dazu wurde, wie berichtet, aus Datenschutzgründen abgeblockt. Dinkhauser kritisierte: "Ein Quasi-Monopol auf diese Gelder und völlige Geheimhaltung der Politik sind untragbar." Jetzt sucht er nach Wegen. "Wir prüfen, ob wir über Verfassungsrecht oder Verwaltungsgerichtshof an Informationen kommen, geht es hier doch um öffentliches Geld aus einer Gesellschaft in Landesbesitz." Was besonders interessiert: Wie stark hat Heinz Schultz für touristische Infrastruktur von der OIG profitiert.

Beleben statt sterben lassen

Dinkhausers Bürgerforum tritt für die Stärkung von Klein- und Kleinstschigebieten auf: "Diese sind für die Region strukturpolitisch wichtig, sie einfach sterben zu lassen, wie dies Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer jüngst vorgeschlagen hat, halten wir für falsch." Für die Unterstützung solcher Schigebiete, wie Kartitsch oder Obertilliach, werde es öffentliche Mittel brauchen, schloss er den Kreis zu Transparenz und Kontrolle über die Mittelvergabe. Dinkhauser präsentierte die Idee eines leistbaren, ganzjährigen "Freizeittickets" für Osttirol - gültig für alle öffentlich geförderten Schigebiete, Rodelbahnen, Museen und Bäder. Bernhard Ernst führte das Beispiel Regio-Card im Oberinntal an. "Diese ist zur Erfolgsgeschichte geworden und so eine Erfolgsgeschichte hat auch Osttirol verdient." Die Politik sei gefordert, das "Freizeitticket" auf die Reihe zu bringen.

Dinkhauser weiter: "Ich gehe davon aus, dass das auch Familie Schultz interessieren könnte."

MICHAELA RUGGENTHALER

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