Erzählungen vom Leben eines "Puschtra Buibm"
Heinrich Oberleiter stellte Autobiografie mit dem Titel "Es gibt immer einen Weg" vor.

Foto © MühlburgerHeinrich Oberleiter berichtete vom Kampf für seine Heimat
Er ist einer der berühmten "Puschtra Buibm", der sich mit 20 Jahren entschloss, "am Freiheitskampf für Südtirol teilzunehmen". Auf Einladung der Schützenkompanie Strassen hat Heinrich Oberleiter nun sein Buch vorgestellt.
"In Osttirol ist kaum etwas über das Thema Südtiroler Freiheitskampf bekannt", sagte Johann Bergmann, Obmann der Schützenkompanie Strassen. 130 Zuhörer kamen in den Strassener Kultursaal und lauschten den spannenden Ausführungen Oberleiters.
Zum Sprengstoff gegriffen
"Ich war schon immer auf der Seite der Schwächeren. Deswegen ist in mir auch irgendwann der Wunsch gereift, mich für das Selbstbestimmungsrecht für Südtirol einzusetzen", erzählte er. "Ich habe mich dann der Gruppe in Mühlen angeschlossen und zum Sprengstoff gegriffen." Den Höhepunkt dieser Aktionen bildete die Herzjesu-Nacht des Jahres 1961, als 37 Hochspannungsmasten gesprengt wurden. Hunderte Verdächtige wurden daraufhin in Südtirol verhaftet und gefoltert. Oberleiter gelang die Flucht bei minus 17 Grad nach Österreich und weiter nach Bayern. In Abwesenheit wurde er zu zwei Mal lebenslanger Haft verurteilt. Vom Schützenbataillon Ahrntal wurde Oberleiter nun auf Osttiroler Boden zum Ehrenmitglied ernannt und bekam die Schützentracht seines Vaters geschenkt.
"Mein Wunsch wäre ein freies Tirol oder der Anschluss Südtirols an Österreich. Dann könnte ich wieder in meine Heimat fahren - eigentlich ganz einfach", sagte er abschließend.















