Archäologische Fundstätte Mortbichl wird geplündert
Unbekannte Sondengänger räumen römische Station aus. Um Hinweise aus der Bevölkerung wird gebeten.
ASSLING. Archäologen und Grundbesitzer sind aufgebracht: Seit August wird die Fundstätte Mortbichl in Assling systematisch von unbefugten Metallsondengängern geplündert. "Das Vorgehen lässt darauf schließen, dass es sich hier nicht um Profis handelt", schließt Harald Stadler vom Institut für Archäologien (Uni Innsbruck) aus den Spuren der Verwüstungen. Stadler betont, dass Plünderung archäologischer Stätten in Österreich verboten sind. Überdies werde der Grundbesitzer geschädigt. Zum einen, weil er Anspruch auf die Hälfte des Fundgutwertes hat, zum anderen wegen Flurschäden durch massive Eingriffe in den Boden.
Die Bevölkerung wird nun dringend um Hinweise zur Ausforschung der Täter ersucht. Alle Informationen werden vertraulich behandelt. Meldungen sind an Harald Stadler (E-Mail: harald.stadler@uibk.ac.at, Telefon: 0664-4824355) erbeten.
Die römische Station Mortbichl wurde nach langer Suche 1993 entdeckt. Grabungen brachten Bauteile, Kleinfunde und Teile einer römischen Straßenstation zutage. Seit 1997 sind die Grabungen eingestellt. MICHAELA RUGGENTHALER













