Lienz ist Modellregion bei Hospiz
Bei der Begleitung von Sterbenden und Patienten mit unheilbaren Krankheiten arbeitet man seit zwei Jahren an einem Modell - nun wird es umgesetzt.

Foto © MühlburgerMichael Huber (Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse), Ulrike van Appeldorn, Daniela Zojer, Bernhard Tilg (von links)
Die Lebensqualität von schwer kranken Patienten in der letzten Lebensphase zu verbessern und den Angehörigen bestmögliche Unterstützung zu geben, wird in einer immer älter werdenden Gesellschaft immer wichtiger. Seit zwei Jahren arbeitet der Tiroler Gesundheitsfonds zusammen mit dem Bezirkskrankenhaus Lienz an der Stärkung der Palliativ- und Hospizversorgung in Lienz.
Hilfe für Betreuung daheim
"Wenn möglich, sollen 80 Prozent der Pflegenden zu Hause versorgt werden", erklärte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP). Seit Juli arbeitet ein Palliativteam mit der Ärztin Daniela Zojer und den Pflegerinnen Karin Green und Marion Greil im Bezirkskrankenhaus Lienz intern, bietet aber auch Hilfestellung für die häusliche Betreuung an. "Durch Schmerztherapie, soziale, pflegerische und wenn nötig auch spirituelle Betreuung wollen wir die Erkrankten in ihrer begrenzten Lebensphase würdevoll begleiten", so die regionale Koordinatorin Daniela Zojer.
Palliativteam stark vernetzt
"Wir sind stark mit den niedergelassenen Ärzten, den Pflegeheimen und den Sozialsprengeln vernetzt", erklärt Ulrike van Appeldorn vom Tiroler Gesundheitsfonds, die das Projekt leitet. Sie lobte "die ausgezeichnete Hospizkultur der Wohn- und Pflegeheime". Landesrat Bernhard Tilg kündigte an, "dass im Lienzer Spital im ersten Halbjahr 2012 eine stationäre Palliativeinheit mit vier Betten eingerichtet wird". Eine hauptamtliche Hospizkoordinatorin werde bald die Ehrenamtlichen unterstützen.














