220-Tonnen-Trafo kam gerollt
Ein Sondertransport der ÖBB brachte einen 6,5 Millionen Euro teuren Transformator aus der Steiermark in das Umspannwerk Nußdorf-Debant.

Foto © HatzEine Herausforderung für die Österreichischen Bundesbahnen war der Sondertransport
Ein Knistern lag in der Luft, als die Waggons der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) am Montagnachmittag eine tonnenschwere Last vom Bahnhof Dölsach in das Umspannwerk in der Marktgemeinde Nußdorf-Debant zogen.
"Strom bewegt - Neue Technik für das Umspannwerk Lienz" und "Wir sichern die österreichische Stromversorgung" stand auf Bannern geschrieben. Dazwischen war ein 220-Tonnen-Transformater eingebettet. Kinder staunten mit offenen Augen, Bauern stellten ihre Mähmaschinen ab, Mülltransporter hielten an. "Der 220 Tonnen schwere Trafo wurde von Siemens im Werk in Weiz hergestellt. Die Anschaffungskosten betrugen 6,5 Millionen Euro", sagte Helmut Tamerl, Leiter der Kommunikation der Austria Power Grid AG. Notwendig wurde die Investition durch ein langfristig abgestimmtes Netzausbaukonzept der Austria Power Grid AG mit den Landesversorgern Tiwag und Kelag zur Sicherung der Stromversorgung im Südwesten Österreichs.
Leiser für die Umwelt
Pressesprecher Tamerl: "Der neue, wesentlich leistungsstärkere 200-Megavoltampere(MVA)-Trafo hat darüber hinaus die großen Vorteile, dass er bedeutend leiser ist und geringere Verluste aufweist als der alte 120-MAV-Trafo, der nach über 15 Jahren ausgetauscht wurde." Mit diesem neuen Trafo sei die Modernisierung im "Umspannwerk Lienz" in Debant aber noch nicht abgeschlossen. Bis zum Jahr 2014 werde die Austria Power Grid AG 25 Millionen Euro investieren.














