Tierschutz ruft um Hilfe
Die Osttiroler Tierschützer sind mit der privaten Aufnahme von Tieren längst überlastet. Tierheim soll Abhilfe schaffen.
Die Errichtung eines neuen Tierheimes in der Pfister in Lienz sorgt weiter für Diskussionen unter den Tierschützern und beschäftigt den Stadtrat. Derzeit zahlt die Stadt eine jährliche Subvention von 6000 Euro für den Tierschutz. Für das neu zu errichtende Tierheim verlangt der Lienzer Stadtrat nun ein Nutzungs- und Betreiberkonzept. Und es soll ein Osttiroler Tierheim werden. "Alle Osttiroler Gemeinden sollen beim neuen Tierheim mitzahlen", so die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ).
Das vorgesehene Grundstück in der Pfister im Ausmaß von 2000 Quadratmetern ist im Eigentum der Stadtgemeinde und wird dem Osttiroler Tierschutzverein zur Verfügung gestellt. Für den einzigen Bewohner sucht Blanik derzeit ein Einzelzimmer im Wohn- und Pflegeheim. "Ein Ansuchen um Umwidmung wurde von uns gestellt", erklärt Obmannstellvertreter Josef Pedarnig. Den derzeitigen Zustand ohne Tierheim in Osttirol bezeichnet er als unbefriedigend.
Hunde und Katzen zu Hause
"Speziell bei der Betreuung der Katzen ist dringender Handlungsbedarf gegeben", so Pedarnig. Derzeit nehmen vier Damen die entlaufenen Katzen vorübergehend bei sich zu Hause auf. "Es ist eine enorme Belastung, wenn man zehn bis 15 Katzen im Haus zu betreuen hat", erklärt der ehemalige Amtstierarzt Pedarnig. Auch die entlaufenen Hunde werden kurzfristig in privaten Haushalten aufgenommen. "Sie kommen nach einiger Zeit in die nächstgelegenen Tierheime, vor allem nach Wörgl und Innsbruck", so Josef Pedarnig.
Features
FAKTEN
1959. Anfänge des Osttiroler Tierschutzvereins gehen in dieses Jahr zurück
2002 bis 2004. Nach internen Turbulenzen kurzzeitige Namensänderung
2005. Neustrukturierung und auf Wunsch der Generalversammlung wieder Rückkehr zum ursprünglichen Namen
Vorstand. Obmann Harald Heller, Stellvertreter Josef Pedarnig, Kassierin und Sprecherin Christine Zangerl














