Krach auf dem Markt
Auf dem Matreier Bauernmarkt ist der Streit um das Aussehen eines Standes derart eskaliert, dass an einem Markttag die Bäuerinnen streikten.

Foto © Kleine ZeitungDiesen Blick von der Stube auf den Bauernmarkt hatten Hermann Obwexer und seine Gäste bisher
Heute werden die Matreier Bäuerinnen wieder auf dem Rauterplatz ihre Produkte feilbieten - und sie werden das an einem neu hergerichteten Stand tun. Am vorletzten Donnerstag suchte man den Matreier Stand vergebens.
"Hermann Obwexer vom Hotel Rauter hat am Markt einen derartigen Zinnober aufgeführt, dass die Marktfrauen streikten", sagt Wolfgang Brugger vom Bauernladen. Es ging um die Rückansicht des Standes. "Wir müssen den Stand zur Straße hin abschirmen. Das hat die Behörde so vorgeschrieben", sagt Brugger. Als der Bauernmarkt vor einigen Jahren startete, war die Straße an Markttagen gesperrt.
Anblick nicht zumutbar
"Den Anblick auf eine Lkw-Plane wollte ich den Gästen meiner Zweihauben-Rauterstube nicht mehr zumuten", so Hotelier Hermann Obwexer. "Mit mir hat Obwexer nie geredet, immer nur mit den Bäuerinnen am Stand", sagt der Leiter des Bauernladens. Ernst geworden sei es heuer, als die Virger Bauern mit einem neuen Marktstand aufgetreten sind. "Die Virger hatten früher einen sehr alten Stand, heuer haben sie einen neuen, und der ist natürlich schöner als unserer", sagt Wolfgang Brugger.
Auf die Beschwerden hin haben jetzt auch die Matreier Bauern gehandelt und ihren Verkaufsstand verschönert. "Mit dem neuen Stand ist die Sache für mich erledigt", zeigt sich Hermann Obwexer zufrieden. Und weiter: "Meine Gäste und ich schauen selbstverständlich lieber die schönen Marktfrauen an, als einen hässlichen Verkaufsstand." Wolfgang Brugger wünscht sich, "dass vielleicht an Markttagen wieder die Straße gesperrt wird". Aber da sei die Gemeinde gefordert.













