Dreh von "Meineidbauer" wackelt
Der Werbebeitrag aus Osttirol muss Ende der Woche fix sein. Der Vorstand von Tourismusverband lehnte die Nächtigungszahlung für die Filmcrew ab.

Foto © APA/Michael Jung (Sujetbild)
Franz Theurl ist unter Druck: Bis zum Wochenende hat er noch Zeit, Geld aufzutreiben, das sich die Lisa-Film für den Dreh des "Meineidbauern" in Osttirol erwartet. Wie exklusiv berichtet, sind Lienz, Matrei und Virgen als Schauplätze für das Anzengruber-Drama fixiert. Als Drehbeginn ist Mitte September anberaumt. Theurl wurde von den Plänen der Lisa-Film nicht überrascht. Seit rund zwei Jahren, als Lienz und Umgebung als Kulisse für die "Alpenklinik" mit Erol Sander ausgefallen ist, wird an diesem Dreh - eingefädelt unter anderem noch von Ex-Bürgermeister Johannes Hibler - gefeilt.
Die Filmfirma erwartet sich die Übernahme der Nächtigungskosten für den Filmtross.
Kein Budget
Als Gegenleistung werden Vorpremiere in Osttirol, Nennung von Echtnamen wie Virgen oder Nationalpark, Aufnahmen der Dreitausenderregion sowie werbeträchtige Landschaftsaufnahmen angeboten. Im Vorstand des TVBO hat man einen Nächtigungsbeitrag abgelehnt.
Vorstandsmitglied Andreas Köll: "Solche Nächtigungsbeiträge hat es für Dreharbeiten in Osttirol nie gegeben. Dafür existiert auch kein Budget. Theurl bemüht sich jetzt um einen Werbebeitrag." Der nicht stimmberechtigte Vorstand Gerald Hauser sagt: "Ich konnte 70.000 Euro für zwei Produktionen von Melodien der Berge aus dem Tourismusförderungsfonds des Landes lukrieren. Es muss gelingen, über diesen und über Cine-Tirol den Film in Osttirol zu drehen." Vom Tourismusförderungsfonds bekommt Theurl angeblich nichts, "weil Cine-Tirol schon subventioniert und Parallelförderungen nicht möglich sind." Er hofft nach wie vor auf eine Kooperation mit dem Nationalpark.















