"Schluss mit Verwirrspiel"
Der "Große Kinigat" und "Roßkopf" in Kartitsch sind weltberühmt geworden - und Tirols Politiker streiten über Verkauf oder Nichtverkauf weiter.

Foto © APADer "Große Kinigat"
Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) braucht Geld und eine Bereinigung ihrer Liegenschaften in den Büchern. Als ersten Schritt schrieb die BIG die Berggipfel "Roßkopf" mit einem Wert von 29.000 Euro, den Nachbarberg "Große Kinigat" mit 92.000 Euro aus. In ihrer Ausschreibung vom 26. Mai 2011 legte die BIG eine fixe Angebotsfrist (siehe Kommentar) fest. Dazwischen liegen 45 Tage, unzählige Medienberichte im In- und Ausland, Dementis aus dem Wirtschaftsministerium, der BIG und schließlich der "Aussetzung" der Verkaufsidee.
Drei Käuferkandidaten
Für Hausherr Bürgermeister Josef Außerlechner kommen als mögliche Besitzer nur drei öffentliche Institutionen infrage: Bundesforste, Land oder die Gemeinde Kartitsch. "Ob der Alpenverein zu einer öffentlichen Institution zählt, entzieht sich meiner Kenntnis", so Außerlechner und er gibt offen zu, dass die Situation nach dem enormen öffentlichen Interesse für die BIG nicht einfach sei. "Schließlich zählt für uns das Ergebnis, das unter dem Strich herauskommt."
Einen solchen Schlussstrich will Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) ziehen und fordert "ein Ende des Verwirrspieles". Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner (SPÖ) kann Platters Empörung nicht ganz nachvollziehen: "Wenn Platter sich schon nicht auf seine Wiener Freunde verlassen kann, so hat er immerhin noch die Möglichkeit, dem SPÖ-Antrag über ein Gesetz zur Wegefreiheit in Tirol zuzustimmen."














