Sand im Rotor der Tiroler Flugrettung
Die Grundversorgung des luftgebundenen Notarztsystems wird neu ausgeschrieben. Die Vergabe wird aber erst im nächsten Jahr erfolgen.
Das bodengebundene Notarztsystem ist für den Bezirk Lienz mit einer spitalszentrierten Lösung für den Lienzer Talboden und einem System mit niedergelassenen Ärzten in den Tälern mit 1. Juli fixiert. Mit dem neuen Rettungsgesetz muss aber auch die Notarztversorgung aus der Luft organisiert werden. Auf Basis dieses neuen Gesetzes schreibt das Land Tirol sechs Versorgungsregionen für das Bundesland aus. Der Bezirk Lienz ist dabei die "Versorgungsregion Ost".
"Für Osttirol wird dabei ein Hubschrauber für die Grundversorgung ausgeschrieben", sagt Landtagsabgeordneter Andreas Köll (ÖVP). Hierbei geht es allerdings nicht um einen Stützpunkt, sondern um ein Unternehmen, das die Grundversorgung sicherstellen muss.
Zusätzlicher Hubschrauber
Im Zuge der Neuausschreibung werden sogenannte Konzessionsmodelle vergeben. In Tirol werden vier bis sechs zusätzliche Hubschrauber für die Notarztversorgung zugelassen werden. "Für Osttirol wird ein zusätzlicher Hubschrauber zur Grundversorgung genehmigt werden", berichtet Andreas Köll.
Derzeit sind jedoch noch nicht einmal die Ausschreibungskriterien klar. Deswegen wird das nächste Jahr in das Land ziehen, bis die Flugrettung geregelt ist. "Wir sind erst bei der Endabstimmung der Ausschreibungsdetails", heißt es aus dem Büro von Landesrat Bernhard Tilg (ÖVP). Davor muss es zur Kündigung der sogenannten Paragraph-15a-Vereinbarung kommen. Das ist jene Vereinbarung, die besagt, dass der Bund bei der Notarztversorgung aus der Luft mitzahlt. "Ende Juli wird die Kündigung ausgesprochen werden. Erst dann beginnt die Kündigungsfrist von einem halben Jahr zu laufen", erklärt der Pressesprecher des Landesrates. Die Ausschreibung muss europaweit kundgemacht werden. Der Anbieter muss dabei natürlich nachweisen, dass er in der Lage ist, Einsätze im hochalpinen Gebiet zu fliegen.
Versorgung sicher gestellt
"Bis zum Eintritt der offiziellen Kündigung gibt es eine Beauftragung von Christophorus 7 in Nikolsdorf durch das Bundesministerium für Inneres", erklärt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer des Christophorus-Flugrettungsvereines. Damit werden in Osttirol im heurigen Jahr alle Zuständigkeiten der medizinischen Notarztversorgung aus der Luft durch den ÖAMTC wahrgenommen wie bisher.









