Proteste gegen Schließung
Kein Verständnis wird in Osttirol für das geplante "Aus" der Polizeiinspektionen aufgebracht. Bürgermeister und Parteien bilden eine breite Ablehnungsfront.
I ch werde versuchen die Schließungen der Polizeiinspektionen mit allen Mitteln zu verhindern", sagt Ex-Staatssekretärin und Neo-Landtagsabgeordnete Verena Remler (ÖVP). Es sei ein Wahnsinn, was da passiere und die Beamten wären vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Remler: "Hier geschieht das beste Beispiel wie der ländliche Raum ausgehöhlt wird. Die Bürgermeister können mit meiner vollen Unterstützung rechnen." Allein der Posten in Mittewald sein ein wichtiger Sicherheitsfaktor für die Bevölkerung. Remler: "Die Raika in Thal war schon Ziel eines Raubüberfalles."
Osttirols neuer ÖVP-Chef Erwin Schiffmann ist von den geplanten Schließungen in Obertilliach und Mittewald von Landespolizeikommandant Helmut Tomac informiert worden. Schiffmann: "Es brechen immer mehr Institutionen weg, daher sind diese Schließungen kritisch zu betrachten - auch wenn in Sillian sechs Beamte dazukommen."
Gegen den Kahlschlag
Für den Klubobmann der Tiroler FPÖ, Gerald Hauser geht der Kahlschlag im ländlichen Raum munter weiter. "Bei der Sicherheit darf nicht gespart werden. Eine Schließung von Polizeiinspektionen würde zu einer Verschlechterung etwa in Notfällen führen. Ich werde Bürgermeister, die gegen Schließungen protestieren, gerne unterstützen", sagte Hauser. Die Standort-Bürgermeister, Matthias Scherer, Bernhard Schneider und Andreas Goller wollen das "Aus" der Polizeiinspektionen nicht hinnehmen. Sie haben schon den Abgeordneten Andreas Köll (ÖVP) um Unterstützung gebeten: "Ich bin nächste Woche wieder in Wien und werde mich bei Innenministerin Mikl-Leitner über das geplante Einsparungskonzept der Tiroler Polizei erkundigen."















