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Zuletzt aktualisiert: 29.06.2011 um 21:03 UhrKommentare

Turbulenzen um den neuen Heliport

Am neuen Heliport in Matrei wird seit Längerem geplant. Umweltsenat und Grundeigentümer haben zugestimmt. Eine Benützungsbewilligung von der Bezirkshauptmannschaft fehlt noch.

Pilot Leander Koch, Flugretter Christian Wibmer und Flugarzt Wolfgang Kratzer (von links) mit Martin 4

Foto © MühlburgerPilot Leander Koch, Flugretter Christian Wibmer und Flugarzt Wolfgang Kratzer (von links) mit Martin 4

Ein blauer Hubschrauber ist seit 23. Juni wieder am Heliport in Matrei stationiert. Es ist eine "MD 902 Explorer" und das gleiche Modell, das schon im vergangenen Winter für Rettungsflüge vor allem im Tauerngebiet unterwegs war. Aber der Hubschrauberlandeplatz beim Tauernstadion südlich der Marktgemeinde ist umstritten.

Seit längerer Zeit wird gemeinsam mit Roy Knaus von Heli Austria an einem neuen Standort weiter südlich im Ortsteil Seblas geplant. Grundeigentümer und Umweltsenat haben zugestimmt. Der neue Stützpunkt ist weiter vom Siedlungsgebiet entfernt als der bestehende.

Der Matreier Gemeinderat hat bei der Sitzung im Juni für eine Investition von 36.600 Euro in den neuen Stützpunkt gestimmt, die achtköpfige Opposition (siehe drei Fragen) war dagegen. Damit sollen ein Bereitschaftsraum, eine Garage für das Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) und eine Linksabbiegespur finanziert werden. "Um auch das bodengebundene Notarztsystem aufrechtzuerhalten, ist eine Kombination mit dem Hubschrauberstützpunkt ideal", sagt Bürgermeister Andreas Köll (ÖVP) aus Matrei.

Knaus hat Notärzte-Pool

Heli Austria verfügt über einen Pool von 40 bis 60 Notärzten, die in Matrei Dienst versehen könnten und damit nicht nur bei Hubschraubereinsätzen, sondern auch am Stützpunkt und im Rettungswagen Patienten versorgen würden. Am bestehenden Stützpunkt ist aber zu wenig Platz. "Der Landeplatz ist erhöht, für einen Ausbau braucht es Platz in der Breite", erklärt Roy Knaus. Köll hat bei Verhandlungen mit dem einzigen Grundeigentümer nichts ausrichten können. Jetzt hat er den Gemeinderat Bernd Hradecky (Matreierliste) beauftragt, noch einmal zu verhandeln. "Der derzeitige Standort ist für mich langfristig gesehen unbefriedigend", erklärt Roy Knaus. Aus seiner Sicht braucht es für eine befriedigende Notarztversorgung einen entsprechenden Hangar, um den Heli unterzustellen. Derzeit steht dafür ein Zelt am alten Standort. "Die Gemeinde hat die Aufstellung zwar bewilligt. Eine Benützungsbewilligung von der Bezirkshauptmannschaft fehlt aber noch", so Knaus.

RAIMUND MÜHLBURGER

Daten und Fakten

Bestehender Heliport. Bei Tauernstadion, für Ausbau derzeit keine Zustimmung des Grundbesitzers

Neuer Heliport. In Seblas weiter südlich geplant, Zustimmung Grundeigentümer und Umweltsenat, Verfahren bei BH

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