Oh, du teurer "Osttirodler"
3,4 Millionen Euro wird "Osttirodler" kosten. Eine satte Überschreitung von 1,2 Millionen Euro. Gestriger Krisengipfel brachte kleine Nachlässe.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Was in einem deutschen Krimifilm als Beziehungsdrama in Polizeikreisen endet, könnte bei der Lienzer Bergbahnen AG zum Wirtschaftskrimi werden. Was in dem Fernsehfilm nur auf zum Teil tatsächlichen Begebenheiten beruht, ist beim Bau der Ganzjahresrodelbahn am Lienzer Hochstein harte Realität.
Eine Kostenüberschreitung von 1,2 Millionen Euro. Vor Baubeginn wurde eine Kostenaufstellung von 2,1 Millionen Euro, die wenig später auf 2,5 Millionen hochgeschraubt wurde, gemacht. Zu guter Letzt war von 3,4 Millionen Euro die Rede. In der Krisensitzung der Bergbahnen Dienstagnachmittag wurde mit der deutschen Baufirma, dem Nordtiroler Projektleiter, Ex-Vorstand Andreas Kleinlercher, Nachfolger Klaus Hofstätter, Aufsichtsratschef Peter Zinell und dem "Retter in der Not", Bauingenieur Michael Greiderer, versucht, endgültig "Licht ins Dunkel" der Endabrechnung zu bringen.
"Es könnte etwas billiger werden", so Greiderer. Bei den Abrechnungen seien Nachlässe gewährt worden. Greiderer war überzeugt, dass die Rechnungen zu "99 Prozent" auf dem Tisch lagen - auch die ausständige einer Lienzer Baufirma. Hofstätter hatte gestern Vormittag noch alle zuständigen Institutionen abgeklappert und war überzeugt, dass "es keine bösen Überraschungen mehr gibt." Von der Ablehnung der ausstehenden 300.000 Euro durch den Regionalausschuss der Ferienregion Lienzer Dolomiten wollte Hofstätter nichts wissen.














