Liebherr scheint Krise überstanden zu haben
Gewerkschaft hat in der Krise mitgeholfen, das Ärgste zu verhindern. Trotzdem gibt es noch verhältnismäßig wenige Gewerkschaftsmitglieder im Bezirk.

Foto © HatzLiebherr-Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Gerl
Die Osttiroler Produktionsindustrie scheint die Krise überwunden zu haben. Dieser Ansicht ist Rainer Wimmer, Vorsitzender der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE). Diese Gewerkschaft vertritt die Arbeitnehmer der größten Osttiroler Betriebe, wie Liebherr, EGO, Durst und Anita.
Im produzierenden Bereich kam es seit der Krise auch im Bezirk zu starkem Mitarbeiterabbau. "Trotz massivstem Gegenwind der Wirtschaftskammer haben wir in unserem Betrieb das Instrument der Kurzarbeit durchsetzen können", erklärt Wolfgang Gerl, Betriebsratsvorsitzender der Firma Liebherr. Er ist überzeugt, dass "damit hunderte Arbeitsplätze gesichert werden konnten". Derzeit beschäftigt Liebherr im Lienzer Werk 1350 Mitarbeiter, das ist ein Minus von rund 250 Arbeitnehmern im Vergleich zu 2008. Im April betrug die Arbeitslosenrate in Osttirol 11,4 Prozent. "Die Arbeitslosigkeit wäre ohne die damalige Kurzarbeit bei Liebherr heute wesentlich höher", so der Betriebsrat. "Saisonale Auftrags- und damit auch Produktionsschwankungen wird es bei uns immer geben. Die Kurzarbeit ist aber aus der Welt, wie es derzeit ausschaut", glaubt Gerl.
680 Mitarbeiter sind im Bezirk derzeit Mitglied bei der PRO-GE. Das ist ein sehr schwacher Organisationsgrad. Gerl meint, eine Erklärung dafür gefunden zu haben: "Der Osttiroler nimmt einfach ohne Murren vieles so hin, wie es ist. Bevor er auf die Barrikaden steigt, muss schon sehr viel passieren."















