Erste Runde gescheitert
"Interessengemeinschaft Lienzer Hauptplatz" ließ Gesprächsrunde in Sachen Fußgängerzone platzen. Die Bürgermeisterin macht Druck.

Foto © HatzPräsident Peter Bibiza fordert einen Architektenwettbewerb zur Neuplanung des Lienzer Hauptplatzes
Bei der Gemeinderatssitzung am 5. April brachte die SPÖ-Fraktion den Antrag, mit sofortiger Wirkung den Hauptplatz zur Fußgängerzone zu erklären, ein. Die ÖVP als Mehrheitsfraktion appellierte über die "Anrainer und Hausbewohner nicht drüberzufahren" und in Ruhe zur Neugestaltung der Visitenkarte von Lienz ans Werk zu gehen.
Einstimmig wurde diesem Ansinnen stattgegeben. In einer Aussendung am 20. April zeigte Anwalt Peter Bibiza als Präsident der "Interessengemeinschaft Lienzer Hauptplatz" Interesse an der Initiative von Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. Er, Bibiza, freute sich auf konkrete Gespräche. Die erste interne Runde war für Dienstag angesetzt - nur die Interessengemeinschaft ließ den Termin platzen. Offizielle Begründung: Terminkollisionen. Sehr zum Ärger von Blanik: "Ich wollte mir die Argumente der Hauptplatzler anhören, damit wir rasch tätig werden können. Scheinbar haben diese nicht verstanden, dass jetzt in der Stadt ein anderer Wind weht."
In der Hauptplatz-Gemeinschaft gärt es schon lange. Robert Geiger, Obmann des Lienzer City Rings, hat als Anrainer der Interessengemeinschaft den Rücken gekehrt. "Der Herr Präsident sitzt in Wien, sein Stellvertreter lebt in Heiligenblut. Wir wollen einen gewerblichen Verein nach Vorbild der Oberen Altstadt", so Geiger. Präsident Peter Bibiza hat mit Blanik einen neuen Gesprächstermin festgelegt: "Auch wir sind bestrebt, dass etwas Vernünftiges zustande kommt."














