Über Stock und Stein
Drei Kärntner und ein Osttiroler starten am Samstag in Südafrika in den Mountainbike-Weltcup. Eine Fahrt ins Ungewisse.

Foto © GEPAAlban Lakata
Form des Lebens
Uwe Hochenwarter (24) ist in der Form seines Lebens und machte einen Riesenschritt nach vor. Die jüngsten Ergebnisse geben Zuversicht. In Langenlois und Nals platzierte sich der Gailtaler mitten in der europäischen Elite. "Ein Rang zwischen 30 und 50 ist in Südafrika realistisch. Eine genaue Einschätzung ist zum Auftakt schwierig", sagt Hochenwarter, der sich unter den 30 besten Cross-Country-Fahrern der Welt etablieren will. Ein weiteres großes Ziel ist Olympia 2012. "Uwe braucht sich nur auf Training und Rennen konzentrieren, alles andere erledigen wir", meint sein Teammanager Mario Billich.
Rippenschmerzen
Der Weltcup-Auftakt ist vor allem für Alban Lakata (31) eine Fahrt ins Ungewisse. Vor zwei Wochen stürzte der amtierende Marathon-Weltmeister aus Lienz bei einem Fotoshooting. Untersuchungen ergaben eine geprellte Rippe. "Ich befürchte sogar einen Bruch, die Schmerzen werden immer stärker", so Lakata. Auf einen Start in Südafrika will der Osttiroler dennoch nicht verzichten. Seine Zielsetzung ist jener von Landsmann Uwe Hochenwarter ähnlich. Lakatas Hauptaugenmerk gilt aber der Marathon-Titelverteidigung im Juni im italienischen Montebelluna.
Alles ist möglich
Nur einen Tag vor seinem 20. Geburtstag hofft Alexander Gehbauer im U23-Rennen auf den großen Coup. Als Nummer neun der U23-Weltrangliste greift die Nachwuchshoffnung aus Drobollach nach einem Platz am Podest. Sogar der Traum vom Sieg scheint nicht völlig aus der Luft gegriffen. Die Form stimmt. Auch die Strecke ist keine Unbekannte. Bereits im Vorjahr war Gehbauer in Südafrika am Start. Zum Problem könnte die späte Anreise werden. Erst gestern landete der HSZ-Athlet in Südafrika. Ob die Zeit für Akklimatisierung und Training reicht? Nicht am Start ist Bruder Robert Gehbauer.
Sportliches Neuland
Obwohl es bereits ihr zweites Jahr in der Elite-Klasse ist, betritt Steffi Wiedner (24) in Südafrika sportliches Neuland. Auf die Gailtalerin wartet eine unbekannte, technisch äußerst anspruchsvolle Strecke. Die Erfahrungswerte fehlen vollends. Zudem wurde Wiedner zuletzt von Atemwegsproblemen zurückgeworfen und musste das Rennen zur deutschen Bundesliga in Münsingen auslassen. "Ein Platz unter den Top 50 wäre für mich schon ein kleines Erfolgserlebnis. Viel hängt davon ab, ob ich die richtige Gruppe erwische", betont die HSZ-Sportlerin.













