Die "Schuldenpolitik" von Andreas Köll steht am Pranger
FPÖ verlangt Prüfung von Gemeinden durch Rechnungshof, Grüne fordern Sonderprüfung von Matrei.
Nach der Jahresrechnungssitzung in Matrei zeigte die Opposition "Matreier Liste" nicht nur die Übertragung von Schulden an den Abwasserverband auf (wir berichteten). Sie benennt den Schuldenstand von Matrei mit 38 Millionen Euro, 22,3 Millionen davon ausgelagert. Für manchen Politiker ist damit die "Schmerzgrenze" erreicht. Gerald Hauser (FPÖ) fordert dringend, dem Landesrechnungshof die Möglichkeit zu erteilen, alle Gemeinden - auch Matrei -, Finanzierungen von Gemeinderatswahlkämpfen sowie Gemeinde- und Tourismusverbände zu überprüfen. Einen FPÖ-Landtagsantrag dazu hätten ÖVP und SPÖ, darunter auch die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, abgelehnt. "Nach den vielen ÖVP-Skandalen rund um Ernst Strasser gehören alle Fakten auf den Tisch", so Hauser. Sepp Brugger (Grüne) spricht bezüglich Matreier Schulden von einer "Wahnsinns-Hypothek" für die Zukunft. Mit einem Dringlichkeitsantrag fordern die Tiroler Grünen eine Sonderprüfung der Gemeinde Matrei.
"Bei der ÖVP ist derzeit großes Aufräumen angesagt. Da gehört die Schuldenpolitik einiger ÖVP-Bürgermeister zulasten zukünftiger Generationen genauso dazu", sagt Grüne-Landtagsabgeordneter Gebi Mair.














