Lienz erhält "Schnarchambulanz"
Mit neuer HNO-Abteilung am Krankenhaus Lienz kommt ab Herbst Anlaufstelle für Schlafstörungen.
In Osttirol leiden zwischen 5000 und 7500 Menschen an Schlafstörungen. Mit diesem Thema beschäftigte sich jüngst das Minimed-Studium in Lienz.
"Zehn bis fünfzehn Prozent der Schlafstörungen sind chronisch. Diese haben sehr starken Einfluss auf die körperliche Entwicklung am Tag", erklärte Christoph Puelacher, Lungenfacharzt und Schlafexperte. Körperliche und psychische Schäden sind die Folge. Nicht die Dauer ist entscheidend, ob der Schlaf erholsam ist oder nicht, sondern das Durchlaufen der Schlafzyklen. Auch dem Mittagsschläfchen kommt eine gewichtige Rolle zu. So haben Studien ergeben, dass der Mittagsschlaf das Risiko für einen Herzinfarkt um ein Drittel senkt. Nur zu lange darf dieser nicht ausfallen. "Man nimmt einen Schlüsselbund in die Hand. Wenn dieser auf den Boden fällt, ist es Zeit zum Aufstehen", gibt Kurt Freudenschuss von der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Graz einen Tipp, der ab Herbst die Leitung der neuen HNO-Abteilung am Lienzer Krankenhaus übernimmt. Der 44-jährige gebürtige Innsbrucker, seine Mutter stammt Osttirol, installiert eine Schlafambulanz, wo ambulante Polygrafien durchgeführt werden. In Folge ist die Schaffung einer Bettenstation geplant, wo auch nächtliche Polygrafien möglich sind. "Viele Patienten suchen HNO-Ärzte wegen des Schnarchens auf. Es gibt einfache Schnarcher, die keine Sauerstoffarmut haben. Sobald Atemaussetzer feststellbar sind, ist man gefährdet", so Freudenschuss.
Features
Mini-Med
Anfang. Seit 2004 gibt es das "Mini-Med-Studium" in Osttirol. Es hatte bisher 8000 Besucher.
Termine. 13. April (Chronische Schmerzen), 11. Mai (Quälende Allergien).














