118 Osttiroler arbeiten im benachbarten Südtirol
Die Arbeiterkammer Lienz informierte Grenzgänger über Arbeits-, Sozial- und Steuerrecht.
Über arbeits-, sozial- und steuerrechtliche Auswirkungen sowie über die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Familienleistungen in den zwei Staaten wurden Grenzgänger zwischen Ost- und Südtirol aus erster Hand in der Lienzer Arbeiterkammer (AK) informiert.
Seit der EU-Öffnung ist der Südtiroler Arbeitsmarkt für Osttiroler von Interesse. "Südtirol hat stark um Fachkräfte geworben", weiß Wilfried Kollreider, Leiter der Bezirkskammer. Aktuell sind es 118 Osttiroler, die in Italien als sogenannte Grenzgänger tätig sind. Pro Jahr trudeln diesbezüglich in der AK Lienz zwischen 50 und 100 Anfragen ein. "Die Hälfte davon erreicht uns wegen der Grenznähe aus dem Osttiroler Pustertal", so Kollreider, der die Situation folgend zusammenfasst: "Es gibt Regelungen, wenn man in Südtirol arbeitet. Man ist aber mit einem erhöhten Behördenaufwand aufgrund verschiedener Formulare konfrontiert. Es gibt keine Lücken." Domenico Rief vom EU-Referat der AK Tirol zeigte den rund 35 Interessierten die arbeits-, sozial- und steuerrechtliche Sicht auf. Da die Arbeiterkammer eine österreichspezifische Einrichtung ist, übernimmt in Italien die Gewerkschaft die Beratung und Betreuung. "In Fragen zum Thema Arbeitsrecht können sich Grenzgänger an uns wenden", so Anton von Hartungen.
Eine enge Zusammenarbeit besteht laut Giorgio Costabiei zwischen der Arbeitsvermittlung Bruneck und dem Arbeitsmarktservice Lienz. Das Projekt "Eures TransTirolia" vermittelt vor allem Jobs in den Branchen Gastronomie und Handwerk.
Features
Eures TransTirolia
Initiative. Eures TransTirolia ist eine Initiative der Europäischen Union zur Förderung grenzüberschreitender Beschäftigung in Tirol, Südtirol und Graubünden.
Informationen. Mehr Informationen über diese Initiative finden Sie im Internet unter www. eures-transtirolia.eu













